Der Stern hat mit der Veröffentlichung des Lidl-Skandals und den folgenden Enthüllungen über bespitzelte Arbeitnehmer einen ganz großen und vor allem exklusiven Wurf gelandet. Saubere Recherche, korrekte Fakten, keine Gegendarstellungen, keine Klagen; dafür das große Ehrenwort von Lidl, sich ab sofort zu bessern.
Jeder gratuliert der Redaktion zu diesem Scoop. Nur ein kleines Männchen ist grün vor Neid:
“Die Vielzahl der jetzt durch den Stern (der wenig Discounter-Anzeigen hat) aufgedeckten Fälle von Bespitzelung in den Handelsketten (…)”
Das neidisch-grüne Männchen heißt Thomas Rogalla und schreibt für die Berliner Zeitung. Mit dem blasiert formulierten Klammersatz “der wenig Discounter-Anzeigen hat” möchte Rogalla den Stern-Erfolg relativieren, umschreibt aber nur sein Selbstverständnis als Redakteur einer Zeitung, die sich mit der Eigenrecherche zu den Bespitzelungen auffällig zurückhielt:
Wer Anzeigenkunden hat, kann sich keine scharfen Fragen an sie leisten.
Die Berliner Zeitung ist vollgestopft mit ganzseitigen Lidl-Anzeigen.
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