Das verdiente SPD-Mitglied Sebastian Edathy, dem eben erst ein Lorbeerkranz für die liebevolle Umarmung einer kritischen Journalistin geflochten wurde, bestand heute souverän und bravourös den nächsten Kampf gegen die unbotmäßige Medienmeute.
Der RBB-Sender Radio Eins telefonierte am Morgen mit Edathy, um ihm Fragen zum BKA-Gesetz zu stellen.
Eine Mitschrift:
Zoff um das neue BKA-Gesetz. Es soll dem Bundeskriminalamt mehr Befungnisse im Antiterrorkampf geben.
Doch die geplante Erlaubnis zur Videoüberwachung von Wohnungen stößt auf heftige Kritik. Denn auch Nichtverdächtige könnten Opfer von Spähangriffen werden.
Der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Stefan Paris, wiegelt ab:
“Es ist mitnichten so, daß hier flächendeckend in diesem Land in Wohnräumen Kameras oder Abhöranlagen installiert werden. Es geht hier um terroristische Bedrohungen.”
Ist das neue BKA-Gesetz also gar nicht so schlimm, oder muß nachgebessert werden?
Wir fragen den Vorsitzenden des Bundestagsinnenausschusses, Sebastian Edathy von der SPD, jetzt live auf Radio Eins:
“Morgen, Herr Edathy.”
(nuschelt) “Morgen, grüß’ Sie.”
“Guten Morgen. Wenn Sie sich morgens die Zähne putzen, sind Sie eigentlich nackt oder haben Sie Unterwäsche an?”
“Ich … äh … wieso?”
“Die Frage ist Ihnen unangenehm, oder warum?”
“Ja, ich weiß nicht, was das mit der Antwort zu tun hat.”1
“Sie machen das doch gemeinhin wahrscheinlich …”
“Also, was soll’n der Scheiß? Entschuldigung, wiederhören.” (legt den Hörer auf)
“Ja. War ‘ne normale Frage, fand ich, wenn’s darum geht, wie privat eine Wohnung ist. Wir können’s ja gerne noch mal versuchen, vielleicht beruhigt sich Herr Edathy wieder. Ansonsten erst mal eine Musik. Dann hören wir gleich noch mal, was passiert.”
Nichts passierte. Genosse Edathy blieb gnatzig.
Radio Eins sollte noch einmal anrufen und sich mit “Guten Morgen, hier ist Susanne Härpfer” melden. Die anschließende Explosion des großen Edathy wird noch im Tagesthemen-Strömungsfilm zu sehen sein.
- Vielleicht sagte Genosse S. auch: “Ja, ich weiß nicht, was das miteinander zu tun hat.” Er neigt zu sporadischem Nuscheln. Besonders, wenn er mit unangenehmen Fragen konfrontiert wird. [↩]
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