Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Podcast:
“Denn das Herunterladen von Computern ist eine Sache, die nationale Grenzen nicht schützen können.”
Dieser Satz soll in seiner verworrenen Sinnlosigkeit unkommentiert bleiben.
Dieser nicht:
“Allerdings haben sich verschiedene Künstlerinnen und Künstler an mich gewandt, um darauf aufmerksam zu machen, daß damit der Urheberschutz noch nicht ausreichend gesichert ist.”
Kennt jemand eine Videobotschaft der Kanzlerin, in der sich Frau Merkel für das Engagement ihrer Landeskinder gegen die Vorratsdatenspeicherung bedankt? Vielleicht mit den Worten: “Allerdings haben sich 30.000 Bürgerinnen und Bürger an das Bundesverfassungsgericht gewandt, um darauf aufmerksam zu machen, daß dieser Eingriff in die Grundwerteordnung des Rechtsstaates unverhältnismäßig ist”?
Diesen Satz gibt es nicht. 200 Pfründesammler sind der Kanzlerin wichtiger als 30.000 Bürger, die jenes Grundgesetz verteidigen, auf das die Kanzlerin ihren Eid schwor. Das wollen wir nie vergessen.
Die Strategien der Musikindustrie und das öffentliche Keifen ihrer gekauften Gornys werden trotzdem scheitern. Auch hier wird die Kanzlerin die Dumme sein.
Denn die seit Jahren anhaltende, teils subversive, teils öffentliche, auf jeden Fall äußerst erfolgreiche Gegenwehr der Konsumenten zwang die Musikindustrie bereits, ihre absurden Rechteeinschränkungen peu à peu aufzuweichen oder aufzugeben. Gegen ihre Kunden haben sie keine Chance; es sei denn, unter Aushebelung der bürgerlichen Rechte und Freiheiten.
Aber ihre Wut bleibt, und ihnen nahestehende Blätter buckeln dienstbeflissen und bieten Platz für die Verbreitung der Mär von der Bedeutung der Urheberrechte für die Künstler Deutschlands und der ganzen weiten Welt.
Der frustrierte Kommentar eines früh verkalkten FAZ-Opas über diejenigen, die sich nicht devot vor den 200 Großkünstlern verneigen und ihnen auf dem Silbertablett Verwertungsrechte bis 1000 Jahre nach dem Tod servieren, zeigt, wie sehr sich deren Brief gegen die Unterzeichner wendet:
“Wir treiben auf einen ideologisch überhöhten Kulturkrieg zu, obwohl ihn niemand will.”
Die konservative Meute jault auf und heult beleidigt den Mond an. Volltreffer, Herr Jungen.

Die Bundeskanzlerin warnt:
“Besser die Finger weg vom Filesharing!”
Messitsch by Burns bittet die Bundeskanzlerin:
“Besser die Finger weg von verbotenen Drogen, Frau Merkel!
Denn Filesharing ist weder illegal noch verboten.”
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