MGMT: Oracular Spectacular

Geschrieben von messitschbyburns am 03. Juni 2008 | Flops der Saison


MGMT
“Oracular Spectacular”
(p) 2008, Columbia Records

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In der Liste der Flops der Frühjahrssaison 2008 souverän auf den Plätzen 9-10: MGMT.

Eine Geschichte, die das Leben schrieb:

Zwei Stundenten gründeten im Jahr 2002 an der Wesleyan University in Connecticut eine College-Band, vertrieben sich mit Miniauftritten die Zeit, preßten den Song Time To Pretend auf eine EP und lösten die Band wieder auf.

Damit hätte es gut sein können. Doch dann kam Steve Lillywhite. Der Produzent von Big Country, den Simple Minds und vor allem von U2. Der offizielle Vorkoster des schlechten Geschmacks.

Lillywhite hörte Time To Pretend, war begeistert und bot den Jungs 2006 einen Vertrag über vier CDs an. Die sagten nicht Nein, nahmen das Geld und lieferten Oracular Spectacular.

Time To Pretend ist ein Gute-Laune-Song, der in jede iPod- oder Langnese-Werbung paßt. Nett gemacht und noch lange auf Sommer-Sonne-Party-Samplern von RTL2 verwertbar. Die Musik von MGMT (Abkürzung von Management) wird als Post-Hippie-Sound und Psychedelic Pop bezeichnet. Das kann hinkommen; allerdings campieren MGMT nur am Fuß des großen Psychedelic-Gebirges. MGMT sind schlichtes Mittelmaß, eine Band von Tausenden. Schon 1966/67 gab es -zig Bands, die davon sangen, sich Heroin zu spritzen, ohne je eine Nadel gesehen zu haben, und die heute so vergessen sind wie es MGMT in naher Zukunft sein werden.

Denn nach dem ersten Song Time To Pretend kann man zwar noch 12 Titel hören, tatsächlich folgt aber nicht mehr viel. Vielleicht bemühen sie sich wirklich. Aber wenn sie clever sind, kassieren sie einfach das Geld und lachen Columbia aus.

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