Septic Flesh: Communion

Geschrieben von messitschbyburns am 03. Juni 2008 | Flops der Saison


Septic Flesh
“Communion”
(p) 2008, Season Of Mist Records

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In der Liste der Flops der Frühjahrssaison 2008 souverän auf den Plätzen 4-8: Septic Flesh.

Heiliges Kanonenrohr! Griechische Grunzer inszenieren Dark Metal mit dem Orchester der Prager Philharmonie und einem großen Chor. Was wohl als ultimativer Bombast gedacht war, krepiert im gebrüllten Kitsch.

Septic Flesh sind schon seit 1990 in der Gothic-, Dark- und Death-Szene aktiv. Nach vierjähriger Pause nahmen sie Communion auf. Ihr Ansatz ist zunächst interessant: Was passiert, wenn man Dark- und Death-Geknüppel mit symphonischer Musik verknüpft? Das Ergebnis: Es geht in die Hose.

Entweder, die orchestralen Passagen übertünchen den Metal von Septic Flesh — dann wird die Musik zum pompösen Soundtrack für einen imaginären Film. Oder Septic Flash überrollen das Orchester — dann kleben ihnen die Streicher, Bläser und Chorsänger wie ein Kaugummi an der Backe.

In keinem einzigen Song gelingt es der Band, Metal und Orchester zu verknüpfen. Beide bleiben antagonistisch; zwei Fremdkörper, die nichts miteinander anfangen können. Statt großer Oper nur großes Gelächter.

Das hätten Septic Flesh eigentlich wissen oder wenigstens ahnen können. Jon Lord, nicht gerade ein Unbekannter, rackert seit Jahrzehnten auf diesem Feld. Mit bescheidener Ernte.

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