Der Retter der Berliner CDU hebt endgültig ab.
Seit seinem grandiosen Sieg in der Luftschlacht um Tempelhof läßt sich Friedbert, der Heißblütige, durch nichts und niemand stoppen. Unter dem Jubel der Berliner verteidigt Kampfkommandant Pflüger die deutsche Hauptstadt gegen die rote Flut. Ganz Berlin liegt ihm zu Füßen und bedankt sich bei F.P. mit spektakulären Beliebtheitswerten.
In einer monatlichen Forsa-Umfrage werden Berliner Bürger gebeten, 16 Lokalpolitiker mit einer Note zwischen plus fünf (sehr gut) und minus fünf (sehr schlecht) zu bewerten. Im April — also vor der Tempelhofer Frischzellenkur — mußte sich Friedbert Pflüger (Note minus 0,7) noch den 16. Platz mit der sozialdemokratischen Justizsenatorin Gisela von der Aue (Note minus 0,7) teilen.
Damit ist Schluß! In der aktuellen Umfrage triumphiert Friedbert Pffff, dessen Jünger die Initialen F.P. ehrfürchtig als “Führer Pflüger” deuten, mit der erneut exzellenten Note minus 0,7 auf dem alleinigen 16. Platz. Die Justizsenatorin (Note minus 0,6) mußte sich schamvoll auf Platz 15 schleichen. Das ist der Schwung von Tempelhof!
Auf dem ersten Platz der Beliebtheitsskala thront Amtsinhaber Wowereit. Wenn sich aber alle Politiker im Kreis aufstellen, steht Friedbert vor Wowi. Man muß die Dinge nur im richtigen Licht betrachten!
Denn Pflüger kann mehr. Viel mehr. Er hat nicht nur die Herzen der Berliner in einem Sympathie-Sturm erobert. Er hüllt seine eigene Partei in eine Aura des Erfolgs. Seit Friedberts Antritt als Vorsitzender seiner Fraktion feiert die Berliner CDU ein rauschendes Fest nach dem anderen. Die Erfolgskette will nicht mehr reißen.
Zur Abgeordnetenhauswahl 2006 fuhr die Berliner CDU unter Führer Pflüger sensationelle 21,3 Prozent ein. Das waren nur 2,5 Prozent weniger als zur Wahl 2001, bei der der große Rhetoriker und politische Wunderknabe Frank Steffel mit 23,8 Prozent das drittschlechteste CDU-Ergebnis seit der Erfindung der Dinosaurier auf seine Kappe nehmen mußte.
Auf diesem stabilen Fundament plante Friedbert Pffff zielstrebig die Übernahme der Weltherrschaft Landesregierung. Mit bemerkenswerter Konsequenz schob er seine Partei Stück für Stück nach vorn.
Seit der Wahl im September 2006 trieb er die Berliner CDU in den Umfragen von 21,3 auf 23 Prozent. Das ist ein monatlicher Zuwachs von unglaublichen 0,085 Prozent! Ja, da staunt die Linke, die sich im gleichen Zeitraum von 13 Prozent auf gerade mal 18 Prozent quälen durfte. Neidisch blickt sie auf F.P. und denkt: “Hätten wir doch auch so einen Führer!”
Das Rathaus des Regierenden Bürgermeisters hat Friedbert Pffff fest im Blick, quasi in der Tasche. Nun plant Überflieger Pflüger das ganz große Ding: Die Umgestaltung der deutschen Medienlandschaft.
Mehr dazu demnächst.

Friedbert Pffff mit Frau Dr. Merkel auf einem Rundflug über der Hauptstadt. Erschöpft vom Tagewerk, schlummert F.P. mit offenem Mund. Die Kanzlerin würde gern kacken gehen, traut sich aber nicht. Sobald sie sich erhebt, raschelt ihr Jackett und weckt Führer Pflüger. Der fällt ihr dann bis zur Landung mit einem monotonen Monolog auf die Nerven. Dann lieber die Arschbacken zusammenkneifen und in Gedanken die Rechnung an Evian durchgehen, wegen Product Placement und so.
Keine Kommentare ↓
Es gibt noch keine Kommentare. Sie können das ändern. Schreiben Sie einen Kommentar in das Formular.
Mein Kommentar: