Klinsmanns Spinnerei, den potthäßlichen weiß-roten Zweckbau des FC Bayern innen und außen mit Buddha-Figuren aus dem esoterischen Sinnsucher-Shop aufzuhübschen, versetzt die christlichen Religionswächter in Panik.
Der christlich-soziale Politiker Norbert Geis:
“Ich finde, man sollte den Spielern nicht eine Religion als dominierende Maßgabe anbieten.”
Sein Kollege Ludwig Spaenle:
“Wenn damit eine Weltanschauung zum Ausdruck gebracht werden soll, die auf dem Vereinsgelände auch noch deutlich sichtbar ist, dann muss sich der Verein schon fragen lassen, was das soll.”
Der Sportbeauftragte der evangelischen Kirche Berlin, Bernhard Felmberg:
“Den Spielern wird auf diese Weise quasi eine Religion diktiert […] Keine Weltdeutung sollte eine so extreme Dominanz haben.“”
Kluge Worte, verehrte Herren, die wir sofort unterschreiben würden. Wenn Sie uns zuvor diesen Satz erklären:
“Angesichts der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns wird in jedem Klassenraum ein Kreuz angebracht.”
Das ist ein Auszug aus Artikel 7, Absatz 3 des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes. Er schreibt das Diktat der christlichen Religion im täglichen Blickfeld Minderjähriger vor. Von der Einschulung bis zur Zeugnisübergabe.
Wo würden Sie, verehrte Herren, eine Religion eher als dominierende Maßgabe und extreme Dominanz definieren: Bei einem Buddha am Ermüdungsbecken erwachsener Fußballspieler oder einem Kruzifix im Klassenzimmer für Sechsjährige?
Wagen Sie doch ein Experiment. Vertauschen Sie die Buddhas auf dem Trainingsgelände und die Kreuze in Ihren Schulen.
Beobachten Sie die motivierende Wirkung auf Klinsmann und das friedliche Kichern Ihrer kleinen Dalai Lamas. Sie werden sehen: Alles in Buddha.1
- Dieser bekloppte Kalauer mußte einfach sein. [↩]
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