Die Freunde des Waffenrocks und der Sargindustrie intervenierten erbost in Berlin und setzten sich durch. Das martialische Gelöbnis zu Ehren einiger Offiziere der faschistischen Wehrmacht findet auf dem Rasen vor dem Reichstag statt.
Der gelunge Witz ist aber nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Harald Büttner, Leiter des Grünflächenamtes Berlin-Mitte, verbannte die Bundeswehr für ein paar Tage vom landeseigenen Gras.
David trat Goliath mit Schmackes in die Eier. Respekt, Herr Büttner!
Und von uns ein kleiner Blumengruß an die Rasenlatscher:
“Da gab es vier Jahre lang ganze Quadratmeilen Landes, auf denen war der Mord obligatorisch, während er eine halbe Stunde davon entfernt ebenso streng verboten war. Sagte ich: Mord? Natürlich Mord. Soldaten sind Mörder.“
Kurt Tucholsky: “Der bewachte Kriegsschauplatz”. Erschienen in der Weltbühne vom 04.08.1931.
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