Wenn Prominente werben: Kerner macht den Krug

Geschrieben von messitschbyburns am 26. Juli 2008 | Medien


Manfred Krug warb vor 12 Jahren für die Telekom und deren Hirngespinst einer Volksaktie. Die wurde in drei Tranchen zu 14,57 Euro, 39,50 Euro und 66,50 Euro ausgegeben. Zur Zeit steht sie bei 10,90 Euro.

Eine Nummer kleiner machte es Johannes B. Kerner. Er warb 2006 unter dem Slogan “Bei Aktien setze ich auf Sieger!” für den Börsengang von Air Berlin.

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Der defizitäre Flugladen ist nicht zu vergleichen mit der riesigen Telekom. Dafür fällt die Aktie tiefer:

“Sollte der Ölpreis weiterhin über 125 Dollar liegen – und er liegt schon seit Wochen bei rund 140 Dollar – sehen die Dresdner-Analysten den Kurs der Air-Berlin-Aktie in Richtung Null Euro einbrechen.”

Null Euro ist verdammt wenig. Weniger als der Ausgabekurs von 12,00 Euro oder der aktuelle Kurs von 3,45 Euro.

Kerner sagte 2006: “Ich werde zeichnen - und nicht nur pro forma.” Er meinte: Im Gegensatz zu Krug, der sein Werbehonorar nicht in Aktien verpulverte.

Früher, als die Aktien noch als liebevoll verschnörkelte Drucke herausgegeben wurden, hätte Kerner ein Exemplar seiner Verlustbringer einrahmen und als schicke Grafik übers Sofa hängen können.

Aber nicht mal das gönnt man den prominenten Kleinanlegern. Nur den Spott zum Schaden — gebührenfrei und kostenlos.

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