Senator Wolf empfiehlt

Geschrieben von messitschbyburns am 11. August 2008 | Die Linke, Mediaspree


Das Berliner Landesparlament wird im Jahr 2011 neu gewählt. Als Reaktion auf den Erfolg der Initiative Mediaspree versenken gibt Wirtschaftssenator Harald Wolf jetzt schon eine indirekte Wahlempfehlung:

“Der Bezirk hat einen guten Bebauungsplan aufgestellt. Dieser ist rechtskräftig. Auf dieser Grundlage kann und wird investiert werden.”

Basta.

“Die Spreeufer sind ein wichtiger Entwicklungsraum für Berlin, von dem wirtschaftliche Impulse ausgehen. Das darf nicht gefährdet werden.”

Basta.

“Ein 50 Meter breiter, freier Uferstreifen geht nicht.”

Basta.

Und in Gedanken darf man ergänzen: “Auch ein 25, 15, 10 oder 5 Meter breiter, freier Uferstreifen geht nicht.”

Denn nichts ist schöner als ein Spreeufer, das bis auf zwei Meter ans Wasser betoniert, asphaltiert, versiegelt und bepflastert wird:

“Wie das aussieht, ein Uferweg nach Investorengeschmack, führt Meyer1 auf der Rückseite des Bürogebäudes vor. Es gibt einen bepflanzten Streifen, einen vielleicht zwei Meter schmalen Weg, dann kommt der Zaun.”

Hinter Bürogebäuden wie diesem froschgrünen Kronjuwel:

mediaspree_labels_s.jpg

Noch mal Senator Wolf:

“Auf dieser Grundlage kann und wird investiert werden.”

Dann ist’s ja gut. Wir merken uns einstweilen die Partei des Senators: Die Linke.

  1. Christian Meyer ist Geschäftsführer des Mediaspree-Projektmanagements. Als Sprecher der Investoren lehnt er Gespräche über eine Modifizierung der Uferbebauung ab und droht mit Anwälten, Prozessen und Entschädigungen, falls der Bezirk einen unbebauten Uferstreifen zu wünschen wagen sollte. []

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