Fiffi Casdorff wedelt mit dem Schwanz

Geschrieben von messitschbyburns am 14. August 2008 | Casdorff, Russland vs Georgien


Michail Gorbatschow analysierte für die Rossiyskaya Gazeta die Kämpfe im Kaukasus. Gorbatschow sah den Anlaß für das Eingreifen russischer Truppen im Angriff der georgischen Armee auf das autonome Südossetien:

“Was in der Nacht zum 7. August geschah, ist einfach unbegreiflich.

Das georgische Militär nahm die südossetische Hauptstadt Zchinwali mit Mehrfach-Raketenwerfern unter Beschuss, die dafür konzipiert sind, ein Gebiet weiträumig zu verwüsten. Russland musste reagieren. Es deswegen der Aggression gegen das ‘kleine, wehrlose Georgien’ zu bezichtigen, ist nicht nur verlogen, sondern zeigt auch einen Mangel an Menschlichkeit.”

Und er fügt hinzu:

“Dass die Vereinigten Staaten den Kaukasus, also eine Region, die Tausende von Meilen vom amerikanischen Kontinent entfernt ist, zu einer Sphäre ihrer ‘nationalen Interessen‘ erklärt haben, war ein ernster Fehler.”1

Betrachtet man die bisher zugänglichen Informationen zum Kaukasus-Konflikt, dann faßt Gorbatschow im Wesentlichen den öffentlichen Konsens der letzten Tage zusammen.

Doch dort, wo Konsens herscht, kommt immer jemand angedackelt, der dagegen ist. Das passiert automatisch. Der Dackel kann nicht anders. Das kennen wir seit Pawlows Hunden.

Auch Faktenverbieger Stephan-Andreas Casdorff ist dagegen. Im Tagesspiegel rüpelt der extreme rechte Fahrensmann gegen Russland, als stünde der Iwan vor Berlin:

“Von nun an muss das anders werden. Russland mit Putin als Premier hat eine Grenze überschritten, in jeder Hinsicht. Der Einmarsch in Georgien, der Versuch kontrollierter Destabilisierung mit schleichender Annektierung, darf nicht ohne Reaktion bleiben. Schweden, Balten, Polen haben es immer gefordert: klar Njet zu dem zu sagen, was man nicht will.”

Dann kläfft das kleine braune Dackelchen mit den viel zu kurzen Beinchen aufgeregt:

“Von Colin Powell, damals Generalstabschef der USA, stammt die ergänzende Idee der wirtschaftlichen ‘Strangulation’. Heute befinden wir uns im 21. Jahrhundert, und es wird Zeit, das zur Doktrin zu machen.”

An diesem Punkt wollen wir kurz stoppen, um für die Nachwelt festzuhalten: Der Chefredakteur des Tagesspiegels fordert am 13. August 2008 in einem Kommentar auf der Titelseite seiner Zeitung die wirtschaftliche Strangulation Russlands.

Casdorff ist tatsächlich der lebende — sofern man das Schnappatmen dieser amöboiden braunen Schmiere Leben nennen kann — Beweis dafür, daß nur die kleinsten Schrumpelhirne mit implantiertem Ritterkreuz unter der Schädeldecke und tätowierter Deutschlandfahne auf dem Arsch Chefredakteur beim ideellen Schwesterblatt der Jungen Freiheit werden können.

Und damit niemand daran zweifelt, daß er wirklich die Strangulation Russlands meint, legt Kampfdackel Casdorff noch eine Schippe drauf:

“Wenn also Merkel jetzt nach Sotschi fährt, ein paar Kilometer entfernt von der Grenze zu Georgien, dann muss das alles geprüft sein: Welche Bürgschaften können eingefroren werden, welche Verträge auf Eis gelegt, worauf kann man im Verhältnis zu Russland verzichten – und, das Wichtigste, wie können die Europäer ihre Abhängigkeit von russischer Energie verringern, am besten gen null.”

Erfahrungsgemäß dauert es bei Casdorffs nationalgeistig merkbefreiten Stammlesern etwas länger, bis der Groschen fällt. Macht nichts. Ihr Wehrsportführer erklärt es noch einmal:

“Die deutsche Regierung unter Führung von Angela Merkel ist dringend gefordert, eine einheitliche Linie zu finden […] Abwarten hilft nicht. Die Regierung erscheint in Teilen befangen. Vorsicht! Nicht dass man nachher noch sagen kann, sie sei gefangen in Kameraderie. Dabei versucht Russland, die Sowjetunion wieder zu errichten.”

Die brandheißen Informationen über Russlands Bestrebung, die Sowjetunion wiederzuerrichten, besitzt Wadenbeißer Casdorff exklusiv. Vielleicht wird man im Loch an der Potsdamer Straße über die Jahre rammdösig im Kopf und hallizuniert Bullshit für Anfänger.

Andererseits hat sich Casdorff in all seinen Tagesspiegel-Kommentaren als begeisterter Speichellecker und Darmreiniger von George W. Bush beschrieben. In seiner kriegsgeilen Unterwürfigkeit trifft er sich mit den US-hörigen Knäckebroten Malte Lehming und Henlyk M. Blödel. Jetzt sammelt Casdorff schon mal Spucke, um dem ultrakonservativen Amateur-Rambo John McCain, der seit seinem persönlichen Vietnam-Trauma mit jedem Jahr schwachsinniger wird, im Fall eines Wahlsieges die Militärstiefel ablecken zu dürfen:

“Was mit Georgien geschieht, kann ein Wendepunkt in der Weltpolitik sein, da hat John McCain recht. Ähnlich wie die Ereignisse 1989. Und das in Erinnerung an die Mauer.”

Ein regionaler Konflikt als Wendepunkt in der Weltpolitik. Und das in Erinnerung an die Mauer. “Ach, wäre es doch endlich so weit. Könnten doch Russen und Amis in Georgien mit Panzern zusammenrasseln wie 1961 in Berlin”, hechelt Fiffi Casdorff erregt, wedelt geil mit dem Schwanz und ejakuliert wild durch die Gegend.

Eine Bitte an die Duden-Redaktion: Seien Sie so nett und ergänzen Sie die Synonyme für die Wörter strunzdumm, kriegsgeil und Blödsack um den Buchstabenhaufen Stephan-Andreas Casdorff.

  1. Zur Ursache des Krieges schreibt Gorbatschow: “Die Wurzeln dieser Tragödie liegen allerdings in der Entscheidung der georgischen Separatisten, 1991 die Autonomie Südossetiens außer Kraft zu setzen. Das sollte sich als Zeitbombe für Georgien erweisen. Jeder Versuch der nachfolgenden georgischen Politiker, ihren Willen mit Gewalt durchzusetzen – sowohl in Südossetien wie in Abchasien, wo die Autonomie ein ähnlicher Streitpunkt war –, machte die Situation nur schlimmer. So fügten sich neue Wunden zu alten Verletzungen.” []

Keine Kommentare ↓

Es gibt noch keine Kommentare. Sie können das ändern. Schreiben Sie einen Kommentar in das Formular.

Mein Kommentar: