Die diensthabende Denkmurmel der Berliner Zeitung puhlte sich am Sonnabend schrumpeldummes Gewölle über Computerspiele und Computerspieler aus der Nase. Überschrift: 300 Kilobyte Barbarei.
Wir kommen eben von der Leitmesse der Barbarei, sind vergnügt und guter Dinge und lassen den scheinphilosophischen Hirnfrosch in seinem trüben Elend quaken. Da lohnt kein weiteres Wort.
Danken wir lieber der Stadt Leipzig und ihrer Messegesellschaft für die Erfindung der Games Convention. Die Existenz dieser Messe und ihre explosiv wachsende weltweite Bedeutung machte uns froh.
In diesem Jahr stand unter dem Strich die Zahl 203.000. Wieder ein Besucherrekord.
Seit Sonntag 18:00 Uhr ist die GC geschlossen. Nach Lage der Dinge wird es 2009 bestenfalls eine verkleinerte, schlimmstenfalls keine Games Convention in Leipzig geben. Daß der BIU seinen fatalen Beschluß zur Gründung der Kölner Konkurrenzveranstaltung revidiert, ist wohl nicht zu erwarten.
Bleibt es bei Köln, kann das die letzte GC in alter Größe gewesen sein. Zur Erinnerung haben wir ein paar Fotos gemacht. Man vergißt ja so leicht, wie schön die Braut gewesen ist, die jetzt verstoßen werden soll. Wenn in ein paar Jahren das große Jammern einsetzt, weil es anderswo belämmert ist, dann kann man sich die Fotos ansehen und im Stillen denken: Ihr habt es so gewollt.
Aussteller:
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Artikel 5 (1) GG: Eine Zensur findet nicht statt.
Barbarisch böse Killerspiele:
Auf der E3 verursachten die Booth Babes einen Skandal, weil sie fast unbekleidet durch die Hallen liefen. Zu sexy für die USA. In Leipzig nennt man die Booth Babes Hostessen, zieht ihnen ein paar Klamotten mehr an und sieht die Sache entspannter:
Der gespielte Witz:
Vielleicht ein letzter Blick auf das GC-Messegelände:
Fotos (c) by Ch. Brinkmann
2 Kommentare ↓
Verdammt, sind das gute Fotos… Wirklich, wirklich gelungen.
Sollte der Redakteur der Messitsch by Burns-Redaktion, der diesen Artikel verfasst hat, noch in gelegentlichem Kontakt zu Ch. Brinkmann stehen, darf er gerne meine Anerkennung zum Ausdruck bringen. :)
Wir konnten Ch. Brinkmann in der Reha besuchen, wo die Lebensfunktionen, die nach dem Fotografieren direkt vor Neurosis’ Lautsprechertürmen ins Wanken gerieten, behutsam revitalisiert werden. Wir sollen beste Grüße ausrichten. Das Lob wird den Genesungsprozeß sicher beschleunigen. Wir denken, daß Ch. Brinkmann bald wieder feste Nahrung zu sich nehmen kann.
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