Der Berliner CDU-Fraktionschef Friedbert Pflüger sagte am Donnerstag, er wolle 2009 Landeschef der Berliner CDU werden. “Es muss klar sein, wer der Chef ist”, meinte Friedbert.
Die zwölf Kreisvorsitzenden der Berliner CDU — aus jedem Stadtbezirk einer — guckten überrascht. Landeschef? Den gibt’s doch schon! Der heißt Ingo Schmitt und sieht auch so aus:

Ob Ingo Schmitt 2009 wieder kandidiert oder nicht, wollte er sich von Friedbert Überpflüger nicht vorschreiben lassen. So, wie sich Ingo Schmitt ohnehin sehr wenig von Führer Pflüger sagen läßt. Die Herren mögen sich wie Hund und Katze.
Am Sonntag trafen sich die Kreisvorsitzenden und Herr Schmitt mit Führer Pflüger zu einer freundschaftlichen Unterredung. Im dämmernden Montagmorgen wollte Pflüger kein Landeschef mehr werden. Nach 72 Stunden schlich Friedbert, der Putscher, beschämt vom Hof.
Damit Friedbert Überpflüger nicht vergißt, was er am Freitag ins Mikrofon von Inforadio sprach, dokumentieren wir an dieser Stelle seine Worte:
“Wenn ich die Wahl verliere und die Partei mir nicht das Vertrauen ausspricht, dann stehe ich nicht als Spitzenkandidat meiner Partei zur Verfügung.”
Die Wahl zum Landeschef hat Friedbert, der Sympathische, verloren, ohne antreten zu dürfen. Seine Spitzenkandidatur in der Berlin-Wahl 2011 gegen Wowereit ist demnach hinfällig.
Dazu fällt uns noch ein Pflüger-Zitat ein:
“Meine Heimat ist Hannover - das halte ich hoch und heilig.”
Vom Berliner Hauptbahnhof fährt stündlich ein ICE nach Hannover.

Friedbert Pflüger an der Stätte seines Triumphes.
2006 mobilisierte er die Berliner gegen die
Umbenennung der Kochstraße in Rudi-Dutschke-Straße.
Am 21. Januar 2007 fand ein Bürgerentscheid statt.
57,1 Prozent der Abstimmenden votierten für Rudi Dutschke.
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