So sieht er aus, der neue Orden

Geschrieben von messitschbyburns am 24. Oktober 2008 | Bundeswehr


ehrenkreuz_der_bundeswehr_s.jpg

“Das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit ist eine neue Stufe der bisherigen Ehrenzeichen der Bundeswehr […] Mit dieser Auszeichnung können Taten von Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr, die weit über das erwartete Maß an Tapferkeit im Rahmen der Pflichterfüllung hinausgehen, gewürdigt werden.”

Ähnlichkeiten mit dem Eisernen Kreuz der faschistischen Wehrmacht sind reiner Zufall und nicht beabsichtigt:

eisernes_kreuz_s.jpg

Nun darf gestorben werden.

8 Kommentare ↓

#1 volker stephan am 22.07.09 um 12:46

Also,
1. Es handelt dich hier um das sogenannte EK (Eiserne Kreuz), welches von den preußischen Koenigen verliehen wurde (erstmals 1913 bis 1945). Das Design lehnt sich an das Balkenkreuz.
2. Ja, die Nazis haben dieses Kreuz auch verwendet (6 Jahre für ihren Zweck).
3. Ich finde die neue Auszeichnung hat mehr Ahnlichkeit (Form) mit dem Pour le Merite oder dem Hausorden der Hohenzollern.
4. Es muß nicht immer alles Nazi sein.

#2 Knut Erik am 29.07.09 um 12:48

…Sicherlich hat die Auszeichnung die Form eines Kreuzes – nur darf man nicht vergessen das Balkenkreuz ist das Hoheitszeichen der Bundeswehr …

Das Balkenkreuz wiederum geht zurück auf das Tatzenkreuz des Deutschen Ritterordens. – naja und die alten Ritter (Ritter sind ja auch so was wie Soldaten) haben es damals vor etwas über 800 Jahren so getragen …

Dem Ritterorden wurde unter Napoleon so ordentlich zugesetzt (Frieden von Pressburg - ist ein bisschen komplizierter das Ganze)

Das Eiserne Kreuz wurde dann vom Preußenkönig 1813 gestiftet
– auch vor der NS Diktatur 1813-1918 wurde es mehr als 5 millionen Mal verliehen – im zweiten Weltkrieg kam man dann so auf 3 Millionen Verleihungen.

Ist ein bisschen platt oder man kann auch dumm sagen, die Leistungen der durch dieses Kreuz ausgezeichneten Soldaten der Bundeswehr und die Bundesrepublik in die Nähe der NS Diktatur zu rücken.

#3 H@cki am 31.07.09 um 23:48

Der gezogene Vergleich mit dem EK ist reiner Linkspopulismus und absolut Schwachsinnig. Genau so wie das EK als Nazi Symbol abzustempeln.

Selbst wenn das Ek im 2WK verliehen wurde trägt es nur das Zeichen des zu dieser Zeit vorherschenden Staates, genau so wie der “Tapferkeitsorden” es nun tut. Ob EK oder RK kein Orden der für Einsatz Tapferkeit etc verliehen wurde muss direkt politisch aufgeputscht werden.

Ihr erhebt eure Stimme mit diesem Artikel gegen die hunderttausenden Soldaten die tapfer für dieses Land und nicht für den Faschismus gekämpft haben. Eure Vorfahren haben für Deutschland und auch für euch gekämpft.

#4 admin am 01.08.09 um 01:36

ROFL

Laida steht das Stöck “Frröhläng för Hätler” nächt mehr auf dem Spielplan, aba zor Abköhlong empfählen wär die DVD: http://www.messitschbyburns.de/archives/631

Hätler als Schwochtel ond de SA in Hotpants. Ond de Erklärrrong, warrrom da Föhrra Föhrra worde:

“Frröha wollt äch Maler werden, doch äch war kain Dührrrer! Da rrief mäch da Raichstag an: Werde onsa Föhrrrer!”

Hail mär selsbt!

#5 Mirko Schramm am 23.03.10 um 19:38

Weil Militärorden immer so eine schmucke Wirkung für Soldaten haben, wie Briefmarken für Philatelisten, empfiehlt es sich das auch hierzulande stetig neue Orden geschaffen werden. Das strengt den Kampfgeist der Truppen an und hält deren Ethik und Moral variabel.

Besonders heutzutage bei Einsätzen wo Kollateralschäden angewendet werden ist die Einführung einer erweiterten Kollektion von Auszeichnungen sinnvoll.

Wie wäre es z. B. mit dem: „Ehrenkreuz der Bundeswehr für Kinderschänder“?

Vielleicht lässt sich ein solcher Orden stilvoller umschreiben. Grundsätzlich sollen jene pflichtbewussten Soldaten mit einer solchen Anerkennung zuteil kommen, wenn sie minderjährige Zivilisten zu ihren Opfern zählen. Je höher die Zahl der Opfern, umso höher die Klassifizierung.

Belohnt werden müssen diese Heldentaten logischerweise deswegen, weil jegliche sittliche Diskussion über derlei Vorkommnisse in unserer Gesellschaft offiziell als Tabuthemen gehandhabt werden und es als absurdum gilt darüber hinaus juristische Untersuchungen anzustellen.

Man kann ja über die Armeen der Welt sagen was man will, solange es für Konzerne zweckdienlich ist.

#6 Andreas am 30.11.10 um 10:54

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fe**e halten!

Das Eiserne Kreuz wurde NICHT von den Nationalsozialisten ins Leben gerufen, sondern von König Friedrich Wilhelm III. (*3. August 1770 † 7. Juni 1840). Wie ihr schlauen Autoren sehen könnt, ja nur ganz knapp an der Zeit des dritten Reiches vorbei ;-)

Ausserdem ist das Eiserne Kreuz das Hoheitszeichen der Deutschen Armeen.

Man kann auch alles auf die Goldwaage legen und sich die Worte so drehen, wie sie gefallen. Traurig traurig

#7 admin am 30.11.10 um 11:30

@ Andreas: “Das Eiserne Kreuz wurde NICHT von den Nationalsozialisten ins Leben gerufen …”

Etwas anderes hat niemand behauptet.

#8 Jürgen Schmitz am 02.04.11 um 16:36

“das Eiserne Kreuz der faschistischen Wehrmacht” das ist ja der beste witz der woche. Das eiserne Kreuz ist eine zweihundert jahre alte fast durchweg positive militärtradition. und monsier behauptet es wäre der, “natürlich” vollkommen faschistisch motivierten, Wehrmacht zu Eigen. Das ist eine bodenlose Unverschämtheit und beschmutzt das Erbe unserer Väter auf jede erdenkliche Weise.

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