Für Casdorff, das Führerchen des Tagesspiegels, kommt der Anschlag auf den Passauer Polizeichef wie gerufen. Endlich ist Stimmung in der deutschen Terrorismus-Bude. Und damit der Terror einen Namen hat, erfindet das Führerchen eine neue Terrorgruppe: BAF, die Braune Armee Fraktion.
Die gibt es zwar nur in seiner Phantasie, aber dort blüht es heftig:
“Es wurde kein Wehrloser attackiert, sondern der Vertreter eines Systems, das offenkundig dringend und brutal bekämpft werden soll. Der Vergleich ist gewagt, ja, aber ein wenig erinnert dieses Vorgehen an die RAF. Man schaue doch noch einmal auf den Fall Ponto. Oder Rohwedder.”
Ach was, Casdorff. Wer wie du eine antikommunistische Knallerbse mit eingravierter Merkbefreiung ist, ein fanatisierter Kriecher in den Arsch von Kriegsverbrecher George W. Bush ist, ein Bejubler der Bombardierung Jugoslawiens, der Invasion des Irak und der Besetzung Afghanistans, für den kann kein Vergleich zu gewagt sein. Zu blöde ohnehin nicht, denn dem Blöden ist die Blödigkeit normal.
Du lehnst dich sogar weit aus dem Fenster, jedenfalls für eure dumpfhirnigen Verhältnisse im Loch an der Potsdamer Straße:
“Hinzu kommt die neuerliche Debatte um ein bundesweites NPD-Verbot. Nun, nachdem der Süden [Deutschlands] einen Vorstoß unterstützen würde, könnte es gelingen.”
Oho! Da muß der Jansen aber schlucken! Er quatscht zwar brav den baffen Stumpfsinn seines Führerchens nach, wie man es vom subalternen Buckelknecht erwarten darf:
“Glücklicherweise ist aber der Weg von der RAF zur BAF, von der Roten-Armee-Fraktion zu einem braunen Pendant, noch ziemlich weit.”
Aber dann wird er ranzig. Er widerspricht dem kleinen Führerchen:
“Was jetzt hilft, ist Standhaftigkeit, nicht die aufgewärmte Debatte über ein NPD-Verbot.”
Aha. Kein NPD-Verbot. Was dann? Sich einen deutschen Scheitel bürsten und mitmarschieren?
“Was [die Neonazi-Szene] nach schweren Straftaten trifft, ist: Repression.”
Das kommt uns bekannt vor. Da war doch was … genau!
Jansen, der Lakai von Dr. Schäuble. Der Repressionsfreund und Trommler für die Totalüberwachung. Der Schäbigste aller Schäbigen. Der Ausfluß niederster Instinkte. Derjenige, der eine Tragödie wie in Indien schamlos mißbraucht, um in Deutschland unter Aushebelung elementarster Bürgerrechte die heimliche Online-Durchsuchung auf privaten Computern durchzusetzen. Eine diffuse Gestalt am unteren Ende der menschlichen Moral.
Ein sinistrer Finstermann wie Jansen, der sich immer dichter an Demokratiefeind Schäuble kuschelt, braucht jeden Vorwand, um die Repressionen gegen das eigene Volk zu verschärfen. Die NPD ist nur Schnullefatz, uninteressant. Es könnten auch Yogische Flieger oder Menschen mit dicken Nasen sein. Hauptsache, die Repression ist lückenlos.
Dafür muß er das NPD-Verbot verhindern. Wie soll er sonst die Repressionen verteidigen, wenn die NPD perdu ist? Denn die Repression endet nicht bei Neonazis. Schäuble will auf jeden Computer, und Jansen liebedienert ihm voller Leidenschaft.
Doch woher kommen diese Neonazis? Buckler Jansen stellt sich diese Frage nicht. Natürlich nicht, denn sonst würde er in seiner eigenen Zeitung fündig werden. Das doppelt geschrumpfte Linsenhirn Malte Lehming claqueurte einen Tag zuvor Scientologem Tom Cruise und dessen Reinwaschung der Stauffenberg-Clique:
“‘Walküre’ handelt von guten, aufrechten, mutigen, prinzipienstarken Deutschen während der Nazi-Zeit.”
Die guten, aufrechten usw. Deutschen sind selbstverständlich nicht die in den SA-Kellern, Gestapo-Zellen, Rüstungsfabriken und KZs gequälten, erschlagen und erschossenen Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen, Pazifisten, Homosexuellen, Zigeuner, Kriegsgefangenen und politischen Häftlinge.
Jungpimpf Lehming verbeugt sich ganz tief vor faschistischen Offizieren und Generälen, bis zu seiner Stiefelspitze. Dort verharrt er im Gedenken an Nazis wie Stauffenberg, Tresckow, Beck, Olbricht und Fellgiebel.
Nazis, die keinen Gedanken an den Stop der industriell organisierten Judenvernichtung verschwendeten. Nazis, die alle Führerbefehle bedingungslos befolgten. Nazis, die nicht gegen die Abschlachtung sowjetischer Kommissare protestierten. Nazis, die den Krieg nicht beenden, sondern in geordnete, für Deutschland erfolgreiche Bahnen lenken wollten. Nazis, die das Volk verachteten und aus ihrem Standesdünkel keinen Hehl machten. Nazis, die lieber einen Kaiser inthronsiert hätten, als die bescheidene Demokratisierung der Weimarer Republik zu reaktivieren.
Vor diesen Nazis verfällt Jungpimpf Lehming in ehrfürchtige Schockstarre. Er empfiehlt sie uns Deutschen mit kernigen Attributen: Gut, aufrecht, mutig, prinzipienstark.
Wir ergänzen: Zäh wie Leder, flink wie Windhunde, hart wie Kruppstahl. Obwohl man das von Stauffenberg nicht sagen kann, aber gut, man kann nicht alles haben.
Diese Seligsprechung liest der geistig befreite nationale Deutsche in Hinterunteroberdorf und sagt sich: Das sind unsere Vorbilder! So steht es in der Zeitung! Und er zieht sich seine Stiefel an und marschiert zum Brandenburger Tor. Oder zur Ortsgruppe der NPD.
Von guten, aufrechten, mutigen und prinzipienstarken Juden, Kommunisten, Sozialdemokraten usw. liest er nichts. Jedenfalls nicht bei Jungpimpf Lehming.
Auch nichts von Georg Elser. Der war halt nur ein Attentäter.
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