Im Sommer 2008 erschien ein sogenannter “Kölner Aufruf”. Unter der Überschrift “Wie kommt der Krieg in die Köpfe – und in die Herzen?” veröffentlichte das übliche Personal das übliche Pamphlet gegen Computerspiele.
Das übliche Personal sind Töpfchen-Pfeiffer und seine Freunde. Das übliche Pamphlet beginnt wie gewohnt:
“Fünf-, 15- und 25jährige sitzen heute Stunden, Tage und Nächte vor Computern und Spielekonsolen. In ‘Spielen’ wie Counter-Strike, Doom 3, Call of Duty, Halo 3, Crysis, Grand Theft Auto IV und anderen üben sie systematisches und exzessives Töten mit Waffen vom Maschinengewehr bis zur Kettensäge. Sie demütigen, foltern, verstümmeln, zerstückeln, erschiessen und zersägen Menschen an ihren Bildschirmen.”
Und so weiter und so fort.
Der Aufruf verpuffte wirkungslos, wurde aber vor Weihnachten, wenn die Oma für den Enkel ein Computerspiel kauft, noch einmal in die Medien gedrückt, wo er ein paar Tage vor sich hin flackerte. Jetzt ist wieder Ruhe, bis Töpfchen-Pfeiffer unter seinem nächsten medialen Entzug leidet.
Wir hätten den irren Schriebs nicht erwähnt, wenn uns bei den Erstunterzeichnern nicht ein Name aufgefallen wäre: Wolfgang Schäfer, attac Mainz.
Daß sich attac gegen Computerspiele positionieren soll, erschien uns sonderbar. Wir erkundigten uns im Pressebüro und erfuhren, daß sich attac überhaupt nicht mit Computerspielen beschäftigt.
Also kontaktierten wir Wolfgang Schäfer persönlich und erhielten sofort eine freundliche Antwort:
Die Unterschrift steht für seine private Meinung. Er spricht nicht im Namen von attac.
Das freut uns sehr. Dank an Wolfgang Schäfer für die Klarstellung.
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