Es genügt nicht, dumm geboren zu sein

Geschrieben von messitschbyburns am 26. Februar 2009 | Medien


Kennen Sie die Achse der Blöden? Wenn nicht, dann klicken Sie auf diesen Link. Wir versprechen Ihnen ein fabelhaftes Amüsement.

Ein kompakteres Asyl reaktionärer, rechtsnationaler und chauvinistischer Blödschwätzer deutscher Zunge finden Sie nirgendwo; auch nicht im Cicero, im Tagesspiegel oder bei der Jungen Freiheit — obwohl man sich kennt und untereinander Artikel tauscht, quasi als Kameradschaftsdienst an der Nationalen Front.

Wenn Sie die Blockwartsprosa gelesen und Ihre Kichertränen getrocknet haben, fragen Sie sich vielleicht, wie dumm die Autoren sind. Oder, höflich formuliert, wie viel Bildung sie besitzen.

Bei gefriergetrockneten Hirnödemen wie Porno-Broder, Richard Wagner, Ulrike Ackermann, Dirk Maxeiner oder Michael Miersch war man bisher geneigt, zu sagen: Keine.

Aber das blieb Spekulation. Bis zum 7. Februar 2009.

An diesem Tag offenbarte ein Mitglied der Achse der Blöden seinen Bildungshorizont:

“Ich besitze kein einziges Buch aus dem Suhrkampverlag.”

Das ist die schlichte Wahrheit, ausgesprochen von David Harnasch, Mitglied der Achse der Blöden und ein kriegslüsterner Dumpftroll, der George W. Bush und dessen Irakinvasion prima fand — und die US-Politik sowieso –, der sich Vietnamkämpfer John McCain als Präsident der USA wünschte und der jeden, der links denkt, noch nicht ins Lager sperren, aber verbal niedermetzeln möchte. Was konsequent beim Versuch bleibt, denn rhetorisch ist Harnasch so begabt wie Walter Ulbricht.

Um die Achse der Blöden zu beglücken, genügt es eben nicht, dumm geboren zu sein. Man muß es auch bleiben.1

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“Südbadens glattpoliertestes Babypopo-Gesicht”

Foto (c) by Milena Kreuziger

  1. Nicht jeder, der Suhrkamp nur vom Hörensagen kennt, ist dumm. Es drängt aber auch nicht jeden, auf der Achse der Blöden gegen linke Politik zu kartätschen, ohne auch nur ein dürres Bändchen jener linken Denker zu besitzen, die Suhrkamp editierte. Er wäre so blamiert wie ein Religionskritiker, der keine Bibel besitzt — eine komische Nummer, mehr nicht. []

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