Absage auf eine Bewerbung bei den Berliner Kunst-Werken:
“Leider richtet sich die Position an deutsche Muttersprachler, daher können wir Ihre Bewerbung leider nicht berücksichtigen.”
Auf die ausgeschriebene Stelle einer Mitarbeiterin für den Infopoint hatte sich eine Medienwissenschaftlerin und Kuratorin aus der Dominikanischen Republik beworben. Eine Angestellte, die sich mit den Besuchern am Infopoint (!) in deutscher und englischer Sprache verständigt, ist bei den Kunst-Werken offenbar unüblich. Hier wird Deutsch gesprochen.
Das ist makaber. Noch gespenstischer mutet jedoch die dummdeutsche Doppelung “leider … leider” in der Absage dieses überspannten Grüppchens an, das sich selbst als eine der wichtigsten Institutionen für zeitgenössische Kunst in Deutschland bauchpinselt.
Die Bewerberin mit einem schofelig hingeworfenen “Nur für Deutsche” abzublocken und sich in der Absage selbst als sparsam begabter Deutschsprachler zu blamieren, markiert hierzulande ein neues Niveau intellektueller Genügsamkeit.
2 Kommentare ↓
Noch dummdeutscher finde ich allerdings die Formulierung: “.. richtet sich die Position an…” Die Stellenausschreibung richtet sich an jemanden, der Job aber nicht.
Stimmt, das ist noch dümmer.
Mein Kommentar: