Nicht an uns, sondern an die Berliner Zeitung schrieb Herr Ekkehard Laue einen Brief zum Thema Opel.
Was Herr Laue schreibt, ist sicher drastisch und — bei allem Groll auf die Treuhandpolitik im Osten — nicht mal ansatzweise zu realisieren, aber ein kleines Fünkchen Wahrheit steckt in seinen Worten:
“Auch ich bin nicht bereit, meine Steuergelder für die Rettung von Opel herzugeben. Man sollte die Treuhand aktivieren, die dann (analog reichhaltiger Erfahrungen bei der Abwicklung guter Ost-Betriebe zur Marktbereinigung, siehe Kali-Bergbau) Opel für einen Euro an einen Konkurrenten verkauft.
Ein kleiner Teil der Belegschaft kann als 1-Euro-Jobber die Werke demontieren und ein ganz kleiner Teil der Belegschaft betreibt als Lohnkostenzuschussmaßnahme ein Opel-Museum. Dann sollten noch alle Betriebsrentenansprüche gestrichen werden, so wie für die ehemaligen Angestellten der Deutschen Reichsbahn und Deutschen Post. Erst dann ist die Deutsche Einheit auch im Westen angekommen.”
Zeigen wir Größe und sagen wir: Die verheerende Deindustrialisierung des Ostens muß im Westen nicht nachgeholt werden. Eine deutsche Armenregion ist genug. Wenn Opel abgewickelt wird, geht es ostdeutschen Treuhandopfern keinen Deut besser, weder materiell noch moralisch.
Trotzdem: Ein Fünkchen Wahrheit …
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