… will Berlin gerüstet sein. Seit Oktober 2008 läßt der Senat das letzte intakte Stück Berliner Mauer sanieren, das noch nicht zerhämmert und durchlöchert ist.
Zwischen Spree und Mühlenstraße klopfen Bauarbeiter den mürben Beton aus der 1.300 Meter langen Hinterlandmauer, entrosten Armierungsstäbe, glätten die Oberfläche mit Spezialbeton und versiegeln sie gegen eindringende Nässe.

Die Hinterlandmauer von hinten (hier vergrößern)
Eigentlich soll der Beton als stabiler Malgrund für die East Side Gallery hergerichtet werden. Doch die Doppelfunktion dieses Mauerabschnitts als Mahnmal und East Side Gallery wurde vom Berliner Vandalismus längst ad absurdum geführt. Sämtliche Bilder waren vor der Sanierung mit Graffiti überzogen, und sie werden es wieder sein, wenn sie im Anschluß an die Betonsanierung neu gemalt wurden.
Die innerstädtische Mauer wird trotzdem für 2,17 Millionen Euro zukunftssicher gemacht. Jedenfalls an dieser Stelle. Und damit kein Besucher “Ich war hier” oder “Wowi ist doof” auf die Bilder kritzelt, hat Kani Alavi, Maler und Sprecher des Vereins East Side Gallery, eine Idee:
“Er selbst könne sich eine Schwelle vor der Betonwand vorstellen, alle paar Meter Scheinwerfer, aber auch patrouillierendes Wachpersonal.”
Wie früher. Eine nette Geste im Jubiläumsjahr des Mauerfalls.
Foto (c) by Ch. Brinkmann
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