Malte Lehmings täglicher Lacher (13)

Geschrieben von messitschbyburns am 29. Mai 2009 | Lehming


Auf dem Weg zur Selbstverarschlochung ist Jungpimpf Lehming ein großes Stück vorangekommen. In seinem aktuellen dunkelbraunen Dünnschiß erklärt er, wofür die Linke stehen soll:

Parteinahme für die Palästinenser 1967, von Linksterroristen begangene Selektion in Entebbe, “Befreiungsbewegungen”, Waffen sammeln für El Salvador, “kritische Medienkunde”, Vergötzung der “Selbstbestimmung”, Massenselbstmord von Jonestown/Guyana, Glorifizierung von Kameradschaftsehe und Patchwork-Familien, dauerspirituelle Sinnsuche, Poona, Astrologie, Verbot von Heidi Klum und Dieter Bohlen.

Die Anführungszeichen hat das kleine braune Lehming selbst gesetzt. Für den düstersten Zellklumpen des Tagesspiegels ist es bis heute schwer verdaulich, daß sich Völker aus der kolonialen und postkolonialen Umklammerung befreit haben.

Seine Ausraster gegen die 68er und den Schulunterricht in Kritischer Medienkunde sind erhellend für Lehmings Abstieg in den Unterkeller, wo die extreme rechte Kameradschaft haust. Lehming echauffiert sich einen ganzen Abschnitt lang über Lehrer, die den Systemvergleich BRD-DDR oder den “Militärisch-Industriellen Komplex” (Anführungszeichen von Lehming) behandelten und ihm den Unterschied zwischen Baader-Meinhof-Bande und Baader-Meinhof-Gruppe beizubringen versuchten.

Vergeblich. Er hat bis heute nichts begriffen. Es mangelt an Substanz in seiner leeren Hirnschatulle. Darunter muß er wohl gelitten haben, so sehr, daß er sich heute — als späte Rache an den Linken — beim dumpfen Gesindel der Achse der Blöden zu Hause fühlt.

Was 1976 in Entebbe geschah, weiß übrigens keiner so genau. Vielleicht wäre eine ganz andere Erklärung zu finden, wenn man die Akten lesen dürfte.

Das Massaker von Jonestown kann man natürlich den Linken in die Schuhe schieben. Wie überhaupt alles, was in der Weltgeschichte nicht so glücklich lief. Hitler hätte ohne die Linken nur Postkarten gemalt. Und war Kain, der erste Mörder im Alten Testament, nicht eigentlich ein Linker? Wenigstens ein bißchen?

Als Aufhänger für Lehmings hohles Gejapse mußte Kurras herhalten:

“Muss die Geschichte umgeschrieben werden, weil der Polizist Karl-Heinz Kurras, der im Juni 1967 Benno Ohnesorg erschoss, SED-Mitglied und Stasi-IM war? Die Frage wird kaum gestellt, da wird sie bereits wütend verneint. So wie es in Deutschland nach 1945 keine Antisemiten mehr gab, gibt es eben heute keine deutschen Linken mehr, die etwas mit Sozialismus, Marx, Arbeiterklasse, Revolution und DDR zu tun gehabt haben wollen.”

Die deutsche Partei Die Linke bekennt sich zu Sozialismus, Marx, Arbeiterklasse, Revolution und DDR. Lehming, der Lügner.

Und der sich selbst anpinkelnde Scharlatan. Denn am Ende schreibt das rechte Rumpelstilzchen:

“Muss die Geschichte nach Kurras umgeschrieben werden? Nein. Denn Neues über die so genannten 68er lehrt der Fall nicht.”

Warum muß eine Frage gestellt werden, die nicht relevant ist? Weil der Autor einen Grund suchte, um mal wieder seine Aggression gegen die 68er und alles Linke auszuleben? Oder einfach nur, weil er uns seine abgrundtiefe Blödheit, seine Verlogenheit, sein Unwissen und seine Faktenresistenz demonstrieren wollte?

In der Vorahnung, daß ihn die Leser erneut mit hämischen Kommentaren überschütten könnten, schnarrt Lehming vorbeugend im Ostfront-Kommandoton: “Also kusch, lieber empörter Leser”.

So muß das wohl sein, wenn man in der Holtzbrinck-Prawda Leitender Redakteur Meinung sein will: Leser, halt’s Maul.

Dem stimmen wir zu, ersetzen aber Leser durch Lehming.

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