Wie angekündigt, erfreuten ZZ Top ihre Fans in der Zitadelle Spandau. Nach dem Konzert hielt Berichterstatter Maurice Summen ein Detail für erwähnenswert:
“So blieb dem ausschließlich weißen Publikum in einem Durchschnittsalter um die 50 mit vielen Vokuhila-Haarprachten […]”
Wirklich schade, daß sich in Berlin ausschließlich weißes Publikum für ZZ Top erwärmen konnte.
Denn die multikulturelle Fröhlichkeit von ZZ Top ist legendär. Die lustigen Drei liebt man gerade für ihre spontanen folkloristischen Rundgesänge und ausgelassenen Tanzeinlagen in volkstümlichen Trachten. Sie singen in acht Sprachen und fünfzehn Dialekten und werden unter Kennern und Ethnologen für ihre Weltmusikalität mehr gerühmt als Peter Gabriels gesamter WOMAD-Katalog. Das Publikum von ZZ Top kennt man als bunt gemischtes Völkchen aus Dreadlocks, Afros und Baldheads. Ein Karneval der Kulturen im Kleinstformat.
Ach, Berlin. Du hast versagt.
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