Herbst in Peking
5. Juni 2009
Berlin, Kreiskulturhaus Prater
Verwirrung beim Ticketkauf:
“Guten Tag. Ich möchte Karten für ‘Hans im Glück’.”
“Kenn ick. Dit is dit Rockding von Pankow.”
“In Pankow, nicht von Pankow.”
“Ne, von Pankow, dit Musical.”
“Nein, ich meine den Film ‘Hans im Glück’. Der läuft in Pankow. Also eigentlich in Prenzlauer Berg, im Prater, aber das gehört ja neuerdings zu Pankow.”
“Ne ne, ‘Hans im Glück’ is dit Musical, da war meene Tochter neulich drinne.”
“Schauen Sie doch mal, was am 5. Juni im Prater läuft.”
“Mach ick … sehn’se, hier steht ‘Hans im Glück’ … äh … dit is ‘n Film! Man man man, könn’ die Larven nich dahinterschreiben ‘Dit is keen Musical’? Wird man ja meschugge mit dit ville Glück.”
Ich kann die Frau verstehen. Als ich auf einem Plakat las: Hans im Glück + Herbst in Peking, bin ich zusammengezuckt. Pankow und HIP auf einer Bühne? Die Gala zur großen Verbrüderung?
So weit ist es noch nicht — und wird es, hoffentlich, nie kommen.
Am 5. Juni 2009 lief im Prater der Dokumentarfilm Hans im Glück. Der glückliche Hans, den Regisseurin Claudia Lehmann in sechzig Minuten porträtiert, heißt eigentlich Torsten Müller-Fornah, nennt sich aber Hans Narva, Hans Tomato oder Hans Müller-Fornah. Hans ist ein hypermotorischer, liebenswerter, 40jähriger Kindskopf, der im Osten und im Westen im Knast saß; hier wegen des Verdachts auf Vorbereitung einer Republikflucht, dort wegen Fahren ohne Führerschein.
Hans ist Bassist und Gründungsmitglied von Herbst in Peking. Anfang der Neunziger Jahre zerbröselte HIP, ohne sich aufzulösen. Hans, der nicht unbedingt mit mentaler Stabilität und übergroßem Selbstbewußtsein gesegnet ist, sah keinen Schimmer mehr am Horizont. Er entschloß sich, zu sterben, strich sein Zimmer schwarz, soff und kokste, was in Kehle und Nase paßte, und überlebte nur durch einen Zufall. Schlagzeuger Titus Jany bot ihm an, als Bassist bei den Inchtabokatables einzusteigen. Das war die Rettung.
Im Prater ist Hans Narva der Star vor den Stars. Nach dem Film seines Lebens spielt er mit dem Crack-Up Collective, einer Band aus dem Reservoir seiner Projekte, die er parallel betreibt. Ein respektabler Auftritt des depressiven Postrock-Ensembles, mit Keyboard, Gitarre, Bass, Schlagzeug, vier Streichern und einem herzallerliebst exaltierten Falko Teichmann, dem Max Raabe des Berliner Undergrounds.1
Nach einem Zwei-Song-Solo-Intermezzo von Julie B. Bonnie, einer Streicherin aus dem Crack-Up Collective, steht Hans wieder auf der Bühne: Herbst in Peking sind zurück.
Man ist inzwischen an Reunions gewöhnt. Irgendwann kommen wohl alle wieder, die vor Jahren offiziell abgetreten oder einfach nur verschwunden sind. Mit Herbst in Peking mußte man trotzdem nicht rechnen.
Dabei ist diese Band eine der ganz wenigen, die konsequent und unbeugsam blieben, vor 1989 und auch danach. Lieber aufrecht in die Grütze reiten als sich irgendwo anbuckeln.
HIP wurden 1987 gegründet und im Sommer 1989 verboten, als die Band während eines Auftritts die Opfer vom Platz des Himmlischen Friedens mit einer Schweigeminute ehrte. Sie spielten zunächst inkognito weiter, als Schaum der Tage, vor Insidern im Untergrund, bis Hans Narva und Rex Joswig die Schnauze voll hatten und über Umwege nach Westberlin verschwanden. Dort nahmen sie DEN Song zum Oktober 1989 auf:
Die Bakschisch-Republik:2
Wir leben in der Bakschischrepublik, und es gibt keinen Sieg.
Die Hoffnung ist ein träges Vieh und nährt sich an der Staatsdoktrin.
Man wird die roten Götter schleifen, viele wer’n es nicht begreifen.
Der Götzendiener pisst sich ein. So einfach ist es, Mensch zu sein
Wir leben in der Bakschischrepublik, und es gibt keinen Sieg.
Schwarz-rot-gold ist das System, morgen wird es untergehn.
Das Volk, es wird in Trance verfallen, und eine alte Hymne lallen.
Schwarz-rot-gold ist das System, morgen wird es untergehn.
Der Götzendiener pisst sich ein. Es könnte alles falsch gewesen sein.
Im November 1989 kehrten beide nach Ostberlin zurück (wie es Hans Narva gelang, die Grenze retour zu passieren, erzählt er äußerst plastisch und sehr amüsant im Film). Der Song Die Bakschisch-Republik wurde als Single gepreßt — ja, liebe Kinder, damals gab es noch Singles aus diesem schwarzen Plaste-Zeugs, das Vinyl heißt — und stand im Dezember 1989 als erste Independent-Single im Schallplattenfachhandel der DDR. Egon Krenz, der ein halbes Jahr zuvor die chinesische Regierung für ihre Ordnungsliebe lobte (“Es wurde etwas getan, um die Ordnung wiederherzustellen”), war inzwischen zurückgetreten worden.
Die erste CD To Be HIP erschien im Mai 1990, als Kooperation von Happy Valley Records (Osnabrück) und KPM Records, dem Berliner Label von Toni Krahl und Fritz Puppel. Respektable zwölftausend Stück wurden verkauft.
1991 verließ Sänger und Bandchef Rex Joswig die Band. Er stieg mit seinem eigenen Label Peking Records ins Plattenbusiness ein, kehrte bald zur Band zurück, nahm mit HIP 1996 Feuer, Wasser und Posaunen und 1999 Les Fleurs Du Mal auf (beide von Moloko+ veröffentlicht), außerdem sporadisch ein paar EPs und Maxis. 2004 schien mit der EP German Fool das letzte Lebenszeichen von HIP auszuflackern. Am 22. September 2006 verabschiedeten sie sich mit einem letzten Konzert in der Volksbühne. Die Band löste sich auf.
Was sicher auch eine Frage der Charaktere innerhalb der Band war.
Rex Joswig kann man als arroganten Egomanen betrachten, und ich nehme an, 50 Prozent des Publikums werden dies von ganzem Herzen tun. Die anderen 50 Prozent, zu denen vermutlich — ich will mich wegen fehlender intimer Kenntnisse des weiblichen Sensoriums nicht auf eine Zahl festnageln lassen — alle im Saal anwesenden Frauen gehören, fängt er spielend mit seiner Aura ein. Er wickelt sie um den kleinen Finger, als wären sie eine seiner Haarsträhnen.
Ja, der Spruch ist alt und grau und hat einen Bart, so lang wie der Äquator, doch hier trifft er ausnahmesweise den Punkt: Rex Joswig kann man nur lieben oder hassen.
Er ist eitel, und die Bühne ist sein Revier. Er steht am Mikro wie Pascha Gott, drückt das Kreuz steil durch, schiebt die Hüften leicht nach vorn und schleudert das lange blonde Haar mit einer aufreizend lässigen Kopfbewegung über die Schulter, so selbstverliebt, wie man es vom jungen Robert Plant kennt (Besser gesagt, wie man es aus Filmen kennt, in denen der junge Robert Plant sein Haar schüttelte. Wer den leibhaftigen Robert Plant in der Blüte seiner Jugend sah, der dürfte heute in der Alzheimer-Phase leben und Robert Plant längst vergessen haben).
Rex Joswig läuft nicht über die Bühne, er schreitet. Er breitet die Arme aus, als wolle er uns segnen, was ihm aber nicht im Traum einfiele. Seine Singstimme ist sehr warm und sehr tief, sie breitet sich aus wie ein flauschiges Bärenfell, auf dem man vor einem Kamin kuscheln möchte, wie in der Fernsehwerbung — doch bevor sich Mann und Frau im Strudel emotionaler Verzückung auf dem Tanzboden paaren, vor den Augen der Band, fällt Rex in einen schneidenden Sprechgesang, in dem er jeden Buchstaben in jeder Silbe jedes Wortes mit tiefer, aber jetzt klirrender Stimme betont, manieristisch und böse. Arrogantes Arschloch, murmelt der erigierte Mann und knöpft die Hose wieder zu.
Über Rex als Mensch, Mann, Vater, Kumpel, Freund usw. usf. weiß ich nicht viel. Wir hatten einige lange Gespräche, aber die sind 18 Jahre her, und wenn ich mich richtig erinnere, drehte sich alles um Musik. Ich kann also nicht sagen, ob Rex als Bandchef ein Diktator oder ein Kommunikator ist. Vielleicht beides, denn Hans Narva spricht im Film ganz offen von Rex als seiner Vaterfigur, die ihm beistand, als die Welt um ihn zerfloß. Das war sicher nicht gelogen.
Andererseits fragte ich Rex im Prater, ob Alexander Istschenko in die Band zurückkehren wird. Ich habe Istschenko als exzellenten, hochbegabten Gitarristen sehr gemocht. Es hätte mich gefreut, ihn wieder spielen zu sehen und zu hören. Er kommt aber nicht zurück. Sie haben es vor einigen Jahren noch einmal versucht. Es krachte sofort und diesmal endgültig. Es geht nicht. Zwei Egos in einer Band sind ein Ego zu viel. Ich vermute, Rex reagiert wie eine Sonne, die tödliche Eruptionen ins All schleudert, wenn ihr eine gleich große, ebenso gleißende Sonne zu nahe kommt. Hans Narva fliegt als freundlicher Satellit auf einer anderen Umlaufbahn, weit genug vom Zentrum entfernt, um sich nicht zu verbrennen.
Unabhängig von allem, was man über oder gegen Rex als Bühnenfigur sagen kann, muß ihm selbst der hartnäckigste Verächter zwei positive Eigenschaften zugestehen: Rex ist kultiviert und kreativ. Daß die Band Herbst in Peking heißt und nicht Kampfgeschwader Toilettenpümpel, liegt nicht daran, daß er zufällig das Buch Herbst in Peking von Boris Vian auf einem Coffee Table gesehen hätte. Die intellektuelle Kapazität des Bandchefs reicht weiter als bis zur stumpfen Übernahme des poetischen Titels eines weltberühmten Romans.
Als Songwriter ist er schwer zu fassen. Die frühere Schwärmerei für die Doors und Velvet Underground scheint etwas abgekühlt zu sein. Andere Vorlieben wurden wichtiger. Das Raiders on the Storm-Piano von Torsten Ratheischak gibt es nicht mehr.
Wenn überhaupt, kann man fünf Linien erkennen, die innerhalb des Gesamtwerks von HIP immer wieder aufleuchten: Dub mit grollenden Drums und hallenden Echos (Russian Overdub — ein russisch gesungener Dub mit Männerchor!), harte, spitze Electro-Tracks (La Dolce Vita), slawisch beeinflußter Folkrock (Herbst in Peking, Bagdadbahn, Leon Trotzki), breitbeiniger Schweinerock (Scala, Movie Stops Tomorrow, Sechs Liter Blut) und hörspielähnliche Sound- und Klangcollagen (Christ Business, Jesus on Acid, Thee Dramatic Speech). Und dann wird auch noch mehrsprachig gesungen (deutsch, russisch, französisch, englisch). Verkaufsfördernd ist das sicher nicht, aber langweilig auch nicht.
Daß HIP in zwei Songs der Jesus-Trilogie (Das Jahr Schnee, Jesus im Schnee) das goldene Riff der Wipers aus Youth of America zitieren, ist sicher eine Reminiszenz an eine der größten vergessenen Bands des amerikanischen Undergrounds; vor allem aber ist es ein phantastischer Grund, sich wieder die Wipers anzuhören.
Rex Joswig deklamiert und intoniert internationale Lyrik mit allergrößter Bravour. Gottfried Benns “O Nacht” kann man kaum intensiver vortragen, ohne zu riskieren, als peinliche Erscheinung ausgelacht zu werden.
Seine eigenen Songtexte sind kein verlegenes Gestammel. Die Zeile Schwarz-rot-gold ist das System, morgen wird es untergehn wurde bundesweit an Hauswände und Brückenpfeiler gesprüht. Hat man je ein Graffiti gesehen mit den Worten: Über sieben Brücken mußt du gehn? Natürlich nicht.
Von Juni 1992 bis Oktober 1998 gab man Rex Joswig die wöchentliche Show Grenzpunkt Null auf DT64 und MDR Sputnik (der Sender DT64 wurde nach der versuchten Abwicklung zum MDR abgeschoben und in MDR Sputnik umbenannt). Ich schreibe absichtlich “gab man ihm”, denn “moderierte er” oder “produzierte er” fassen nicht das Einmalige, was dort geschah.
Grenzpunkt Null war der DDR-Verleihtitel des Films Vanishing Point (BRD: Fluchtpunkt San Francisco) mit dem schwarzen, blinden Radio-DJ Super Soul, der im Studio nebenbei den Polizeifunk abhört und damit dem amphetamingesättigten Speed-Junkie Kowalski hilft, in einem 1970er Dodge Challenger R/T in 15 Stunden von Denver nach San Francisco zu rasen, an allen Polizeisperren vorbei, bis zum tödlichen Finale in der stählernen Bulldozer-Armada der hinterhältigen Staatsmacht.
Die zweistündige Radioshow Grenzpunkt Null ist bis heute ein Unikat in der verödeten, formatierten deutschen Rundfunklandschaft. Ich erinnere mich an einige Sendungen, die ich hören konnte, bevor der Sender in Berlin abgeschaltet wurde. Es war verblüffend, unglaublich, abgefahren, vollkommen irre, was in diesen beiden Stunden geschah. Collagen aus Ton, Sound, Klang, Geräusch, Musik, Wort und Film, die ineinander greifen, um eine Geschichte zu erzählen. Der Aufwand muß enorm gewesen sein, um diese Sendungen zu produzieren.
Vielleicht trommeln Sie jetzt mit den Fingern auf der Tischplatte und fragen sich genervt: Was hat das alles mit dem Konzert im Prater zu tun? Ich verrate es Ihnen: Nichts.
Das Konzert war ein Warm-Up für die kommende Zeit. Die neue CD the silencer soll in diesen Tagen ausgeliefert werden. Ende Juni spielen Herbst in Peking vor 30.000 Zuschauern (oder mehr) auf dem Fusion Festival. Daran könnte sich eine Tour anschließen. Das Line-up des Praters wird sich nicht verändern: Rex Joswig (voc), Torsten Füchsel, genannt Pegman (g), Beckmann (g), Hans Narva (b), Titus Jany (dr).
Nach dem Konzert verabredeten wir uns zum Interview, irgendwann. Ob es dazu kommt, weiß ich nicht; wir haben beide unsere Termine, die uns in den Alltag pressen. Es wäre die Interview-Premiere, seit Messitsch als Blog existiert. Mal sehen, was wird.
Leider nur verschwommene Fotos vom Konzert im Prater. Das kommt davon, wenn Ch. Brinkmann anderweitig beschäftigt ist:



Am Ende noch ein kleiner Scherz. Herbst in Peking durften am 28. April 1990 im Fernsehen der DDR auftreten. Sie spielten Die Bakschisch-Republik vor konsternierten FDJlern, die ratlos aus ihrer Freizeitkostümierung guckten und nicht wußten, ob sie vor laufender Kamera applaudieren durften oder nach der Sendung ihren Führungsoffizieren Meldung machen sollten:

Der Auftritt wurde von Steffen Twardowski angesagt, einem Berufsjugendlichen des DDR-Fernsehens:

Im April 2005 warf ihn der ORB raus. Twardowski, der die in der DDR verbotene Band Herbst in Peking anmoderierte, war ein Stasispitzel. Das ist absurder als jedes Kabarett.
- Sicher wird mich Hans Narva für das Wort Postrock prügeln, aber das Crack-Up Collective klingt schon verdammt nahe an den großen Kanadiern Godspeed You! Black Emperor und Silver Mt. Zion. Wenn es ein Zufall ist, dann ist es ein schöner Zufall. Das Crack-Up Collective macht seine Sache wirklich gut. [↩]
- Liebe Sandow-Fans, auch Born in the GDR ist knorke, und eventuell können wir uns einigen, daß es zwei wichtige Songs als ideelle Begleiter des Mauerfalls gab, aber Kai-Uwe Kohlschmidts Genuschel war einer Massentauglichkeit eher abträglich, und viele — zugegeben: weniger bedarfte — Sandow-Fans mißverstanden Born in the GDR als Liebeserklärung an die DDR, weshalb ich sagen würde: Zu 51 Prozent war Die Bakschisch-Republik wichtig, zu 49 Prozent Born in the GDR. Oder besser 60/40, wie früher. Einverstanden? [↩]
11 Kommentare ↓
Da steigt doch so nebenbei noch einer aus der Asche:
Torsten “Peggy” Füchsel (g) - dunkel sagt mir der Name was … Big Savod? B. Crown?
Man freut sich ja über jeden, der noch lebt …
GvH
Rosengarten, B. Crown und Kampanella Is Dead. Bei Big Savod spielten Alexander Istschenko und Torsten Ratheischak.
Probleme mit Karten hatte ich auch. Allerdings, weil die Veranstaltung ausverkauft war & ich nur über Umwege rein kam. Das Wort “arrogant” hör ich im Zusammenhang mit Rex eigentlich (fast) nur von Leuten, die ihn nicht persönlich kennen. Ohne Theatralik wär’s doch aber nicht Rex, oder? Jedenfalls hoffe ich sehr, daß es bei dieser Konstellation bleibt und sowohl das neue Album als auch die Tour wahr werden. Das rockt, das Ding!
@kdx: “Das Wort ‘arrogant’ hör ich im Zusammenhang mit Rex eigentlich (fast) nur von Leuten, die ihn nicht persönlich kennen. ”
Stimmt, aber der Arroganz-Vorwurf begleitet die öffentliche Rezeption, seit über HIP geschrieben wird. Es wäre Quatsch, das zu unterschlagen. Daß Rex freundlich, verläßlich, umgänglich und hilfsbereit ist, merkt man abseits der Bühne sofort. Auch Hans Narva hat eine Menge Gutes über ihn im Film gesagt; das kann ich nur bestätigen.
yeah, eine große, schöne, menschlich und „fachkundig“ sehr (zu)treffende reminiszens. neben der band sind vermutlich auch die zuhörer gelassener geworden. so sind die zeiten nun mal, und wie alle kunst bleibt die rezeption/betrachtungsweise der protagonisten immer eine subjektive. wir wissen es – zum glück. und ja, „o nacht“ von benn – es ist betörend (in musik gefasst). so soll es sein!
ich hatte das Glück, mit HiP mehrere wunderbare, unvergessliche Tage und Nächte zusammen zu sein. Es war immer was los und freu mich das es HiP wieder gibt und heder verbringen 1990
Das Rex eine aussergewöhnliche Persönlichkeit ist und Grenzpunkt Null von einer Aussergewöhnlichkeit war, das merkten leider viel zuwenige und hoffentlich bekommt er jetzt die Achtung und Beachtung, die Er und auch HiP schon längst haben sollten. Hans aka Thorsten ist ein Sternenwanderer mit einem riesigem Herz. Gute Musik - gute Texte - weder Ossi noch Wessi-Rock, HiP ist eigen, unkopierbar.
grenzpunkt.null und Rex Joswig sind nicht dead - laufen als Podcast unter www.artdisc.org und bei iTunes unter Jenseits der Unterhaltung :: artdisc.org - weiter!
Hans ist kein Gründungsmitglied von Herbst in Peking. Vor ihm spielte Mircea Ionascu den Bass bei HiP.
KOMMUNALKA 09010 - Osteuropa in Berlin 3.-5.6.10!
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U.a. mit der lebenden Repetiermaschine Rex Joswig und Sound Operator Alexander Istschenko.
“[…]Das Ballhaus Ost ist besetzte Zone. Das gesamte Haus wird zur KOMMUNALKA erklärt: Eine Ost-Europa-WG im Ausnahmezustand! […]
So gibt es unter anderem das Zimmer des bulgarischen Opernsängers, den Salon des polnischen Literaten, das Kommunalka-Kino, die ukrainische Friseurstube, den Ort des tschechischen Installationskünstlers, das Kommunalka-Kasino oder den polnischen Metzgerladen; ein russisches Orchester wird das Haus akustisch verändern, eine polnische bildende Künstlerin Räume thematisch gestalten, Radioaktivisten einen eigenen Radiosender bespielen. Die durchs gesamte Haus tobende Kommunalka-Soap erweicht und zerstört Herzen.
Und was wäre eine Kommunalka ohne ihre Küche? Also wird gekocht und getrunken bis spät in die Nacht und getanzt bis in den nächsten Morgen hinein.
[…]”
http://www.kommunalkaberlin.de
Bandbesetzung bei Herbst in Peking 2010:
ALEX ISTSCHENKO (Space Commander)
REX JOSWIG (Vox from Beyond)
TOM KRIMI (Baritone Guitar & Keyboards)
http://www.myspace.com/herbstinpekingband
H.I.P. jetzt wieder mit Alex Istschenko! Da ist wohl der Wunsch des Autors in Erfüllung gegangen. ;)
Schade nur, daß dafür Pegman nicht mehr dabei ist…
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