Die Bundeswehr verzichtet auf das Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide. Um das 14.000 Hektar große Übungsgebiet für Bombenabwürfe wurde 17 Jahre lang vor Gericht gestritten. 1994 avancierte das Bombodrom zur Wahlkampflüge von Rudolf Scharping.
Die Gemeinden hielten zusammen, egal, welcher Partei ihre Bürgermeister angehörten. Der Massenprotest war so gewaltig, daß sich selbst die Brandenburger CDU gegen das Bombodrom positionieren mußte. Und auch Ministerpräsident Platzeck bequemte sich, öffentlich den Verzicht auf das Bombodrom zu fordern — nachdem das Verteidigungsministerium von der SPD (Struck) an die CDU (Jung) fiel.
In den Verfahren, die mehrere Verteidigungsminister gegen die betroffenen Gemeinden führten, verknallte das Ministerium eine Menge Geld:
- Gerichtskosten: 36.087,30 Euro
- Anwaltshonorare: 411.706,68 Euro
- Gutachten: 124.947,91 Euro
- Gesamtkosten: 572.741,89 Euro
Diese Zahlen erhielt die Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch (Linke) als Antwort auf eine Anfrage an den Herrn Verteidigungsminister Jung (hier als pdf).
Nun ist’s aus. Keine Tiefflieger mehr über Brandenburg. Es darf gefeiert werden.

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