Die SPON-Selbsthilfegruppe einestages beklaut inzwischen ihre eigenen Hanswurstiaden. Am 19. Juli 2008 blamierte sich ein gewisser Steffen Gerth mit dieser schlecht gelogenen Köstlichkeit:

Weil’s so schön war, wiederholt SPON 17 Monate später den gleichen Sennep:

Denn merke: Damit eine Lüge zur Wahrheit wird, bedarf es der ständigen Wiederholung. Deshalb bebilderte SPON die doppelte Lüge mit der gleichen Eintrittskarte:

Auf dieser Karte steht: Zentralrat der FDJ, Abteilung Verbandsorgane. Das Bild zeigt also eine VIP-Karte des Zentralrats. Diese Gästekarte soll beweisen, daß die 200.000 Zuschauer ganz überwiegend handverlesene DDR-Bürger gewesen seien, außerdem verlässliche Mitglieder der FDJ. Vielleicht von Ebse Aulich persönlich eingeladen, mit Einschreiben und Rückantwort.
Das eigentliche Ticket für 20 Mark sah so aus:

Das gab’s normal zu kaufen, ohne FDJ-Ausweis. Im Juli 2008 stellte SPON das Foto dieser Eintrittskarte online. Jetzt läßt man es weg. Manipulation für Anfänger.
Der Manipulator heißt diesmal nicht Steffen Gerth. Als Autor wird ein Hans Michael Kloth genannt. Im Impressum lesen wir:
“Seit 1998 Politikredakteur beim SPIEGEL in Hamburg, seit März 2007 Entwicklung des Zeitgeschichte-Projekts einestages. Seit Oktober 2007 Ressortleiter einestages.”
Bei der Spiegel Gruppe lügt also der Chef persönlich. Das wiederum wundert uns seit Stefan Aust nicht mehr.
6 Kommentare ↓
Wirst du wohl ruhig sein!
Wenn SPON sagt, daß nur 150%ige, Offiziersbewerber und Sekretärinnen für Agitation und Propaganda zum Bruce-Springsteen-Konzert durften, dann stimmt das auch! Da bist du bestimmt wieder einer Photoshop-Manipulation von ewiggestrige.de aufgesessen!
:-D
Ich war übrigens 1989 auf einem Heinz-Rudolf-Kunze-Konzert in Ch… schuldigung, Gorl-Morx-Stadt. Und in Blauhemd hab ich da keinen gesehen…
Dabei hätten sie ja mit dem DeMo-Konzert in der Seelenbinderhalle ein Beispiel gehabt, ihre Argumentation halbwegs hinhauen würde.
……………….wie bin ich da nur rein gekommen als nachweislich nicht verlässliches Mitglied der FDJ.
Fragen über Fragen?
Wir waren mit Leuten bei Springsteen, die den Osten gehaßt haben wie die Pest :)
In Weißensee hat kein Mensch nach irgendwas gefragt, auch nicht 1987 in Treptow, als Bob Dylan vor 100.000 erwartungsfrohen Zuschauern mißgelaunt und grußlos von der Bühne nuschelte.
Vielleicht schreibt Kloth demnächst einen Artikel über den Liedersommer der FDJ, über Rock für den Frieden (veranstaltet von der FDJ) oder das Festival des politischen Liedes (veranstaltet von der FDJ). Da kann er seine FDJ-war-Pflicht-Nummer wieder recyceln. Auf allen Tickets stand ja FDJ drauf.
Wenn nicht gerade Lindenberg sang, gab’s für alle Festivals ein freies Kartenkontingent im Vorverkauf. Man mußte nur 12 Stunden an der Kasse des PdR anstehen.
http://einestages.spiegel.de/external/ShowAuthorAlbumBackground/a5410/l4/l0/F.html#featuredEntry
Das bild Soll den jungen J.J .Liefers in Erfurt zeigen. Es zeigt ihn tatsächlich-Aber in Weimar. Eigentlich eine Petitesse, für den Spiegel, egal ob Print oder Onlineausgabe, ein erneuter Beweis für seine unterirdische momentane Qualität. Lichtjahre entfernt von seinen Glanzzeiten, gemacht von karrieregeilen systemangepassten Opportunisten.
Wie hoch ist die derzeitge Rotationsgeschwindigkeit von Rudolf Augstein in seinem Grab?
@ checker: “einestages” ist für seine Null-Recherchen berüchtigt. Allein in Kloths Artikel fanden SPON-Leser diese Fehler:
- Peter Gabriel spielte 1987 mit Genesis in Berlin (Gabriel stieg 1975 bei Genesis aus)
- Das Peter-Gabriel-Foto sollte ihn mit Genesis 1987 in Berlin zeigen, stammt aber von Gabriels Solo-Auftritt 1987 in Bremen (das ist der einzige Fehler, den SPON inzwischen korrigiert hat)
- Pink Floyd spielten “The Wall” in Berlin zwei Tage lang (es war ein Tag, der 21. Juli 1990)
- Pink Floyd zeigten “The Wall” angeblich nur vier Mal. Da hat Kloth offensichtlich den “The Wall”-Eintrag in Wikipedia falsch verstanden. Dort steht: “… wurde The Wall in den Jahren 1980 und 1981 lediglich in New York, Los Angeles, London und Dortmund an jeweils mehreren Abenden in Hallen aufgeführt.” Insgesamt wurde “The Wall” 31 mal gezeigt.
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