Kategorie "Selbstverstümmelung" ↓

Selbstverstümmelung vor laufender Kamera [Stasi-Update]

Geschrieben von messitschbyburns am 01. Dezember 2008 — Bommarius, Knabe, Rogalla, Selbstverstümmelung, Thomas Leinkauf


Vorläufig letzter Vorhang in der Burleske “Alles Stasi, außer Rogalla Mutti”. Mit großem Getöse druckte die Berliner Zeitung am 26. November 2008 eine ganzseitige Buchstabensuppe unter der Überschrift: “Bericht des Ehrenrats der Berliner Zeitung”

Was wie das Protokoll eines Parteiverfahrens gegen ein paar Genossen klingt, die sich einen Zentimeter von der allwissenden Linie der guten Mutter SED entfernt haben, war auch so gemeint.

Ein Femegericht wurde inszeniert.

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Selbstverstümmelung vor laufender Kamera [update]

Geschrieben von messitschbyburns am 28. August 2008 — Berliner Zeitung, Knabe, Selbstverstümmelung


Das Massaker an der Berliner Zeitung beschleunigt sich.

Nach unseren Informationen wird die Seite Media (= Medienseite) zum nächstmöglichen Zeitpunkt eingestellt. Auch das schon reduzierte, aber noch existierende Feuilleton und die Kommentar-Seite (Meinung) sollen auf der Kippe stehen, zumindest im jetzigen Umfang. Der Umbau der Berliner Zeitung zum Anzeigenblatt mit preiswerten Agenturtexten ist wohl nicht mehr aufzuhalten. Weiterlesen →

Selbstverstümmelung vor laufender Kamera

Geschrieben von messitschbyburns am 24. Juni 2008 — Selbstverstümmelung


Der Eigentümer der Berliner Zeitung, David Montgomery, will die Redaktion um 30 Prozent schrumpfen. Von 130 Redakteuren blieben dann nur noch 90 übrig. Montgomery muß die Kosten reduzieren, um seine angepeilte Traumrendite von 20 Prozent zu erwirtschaften.

Darüber kann man sich empören, aber das ist Kapitalismus. Der Verleger Holtzbrinck wußte genau, warum er im Jahr 2005 die Berliner Zeitung an Montgomery und nicht an den DuMont-Verlag verkaufte. Er wußte, daß Montgomery die Berliner Zeitung als geachtetes, aber kostenintensives Leitmedium killen würde. Und Holtzbrinck wußte auch, daß er sich nach dem Verkauf zurücklehnen kann, um in Ruhe zu warten, bis auf dem Berliner Pressemarkt nur noch eine lokale Zeitung jenseits des Boulevards übrigbleibt: Sein Tagesspiegel.

Das alles kann man beklagen. Wesentlich produktiver wäre es, die Angelegenheit als ein sehr seltenes Schauspiel zu begreifen, das man so hautnah kaum wieder geboten bekommt.

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