Kategorie "Filesharing" ↓

Man muß es nur oft genug wiederholen

Geschrieben von messitschbyburns am 04. Juli 2008 — Filesharing, SPIEGEL/SPON, Urheberrecht


Das Neusprech im neoliberalen Konsortium Spiegel-Bertelsmann1 macht große Fortschritte. Besonders bei SPON.

SPON-Autor Patalong begriff heute mit 24stündiger Verzögerung, daß der hauseigene Praktikant Wieschowski, der uns schon früher als grenzdebile Trottellumme amüsierte, auch gestern kläglich versagte.

Ein New Yorker Bezirksgericht verurteilte YouTube, sämtliche Logfiles der YouTube-Nutzer an den Medienkonzern Viacom herauszugeben (d.h., die Dokumentation, unter welcher IP-Nummer wann wie lange welches Video angeschaut oder ein Video eingestellt wurde. Aus den IP-Nummern die Klarnamen der Nutzer zu ermitteln, wird dank der Vorratsdatenspeicherung zum Klacks).

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  1. Die Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr ist mit 25,5 Prozent am Spiegel Verlag beteiligt. Damit besitzt Kriegsgewinnler Bertelsmann (“Wir funken für Franco”) eine Sperrminorität beim Spiegel Verlag. Man hängt es aber nicht an die große Glocke. Der Leser soll glauben, Spiegel und Bertelsmann seien grundverschiedene Verlage. []

Hunde, wollt ihr ewig … [zwei gutgelaunte Updates]

Geschrieben von messitschbyburns am 02. Juni 2008 — DRM, Filesharing


Zum Wochenanfang und weil endlich die Sonne scheint, zwei optimistische Meldungen aus der wunderbaren Welt der Urheber-, Nutzungs- und sonstigen Rechte:

Meldung Nr. 1:

Napster lebt. Zugegeben, das ist nicht von größtem Interesse. Aber das: Napster säubert seine ca. 6 Millionen Titel und befreit sie von sämtlichem DRM-Dreck. Goodbye, Kopierschutz.

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Werft die Purschen auf den Poden!

Geschrieben von messitschbyburns am 05. Mai 2008 — Filesharing, Musik


Nine Inch Nails veröffentlichen ihr neues Album The Slip gratis im Internet. Wer will, kann die CD hier kostenlos und von der Band legalisiert als MP3, FLAC, M4A oder WAVE downloaden.

Wem die physische CD mit Booklet und Jewelcase lieber ist, der darf sie in ca. acht Wochen im Laden kaufen. Bis dahin nutzen NIN die Torrent-Netzwerke zum — Achtung, Frau Kanzlerin! — Filesharing.

Wenn sich die 200 briefeschreibenden Jammerlappen und ihre fremdgesteuerte Bundeskanzlerin nicht schon auf das allerköstlichste blamiert hätten, müßte man jetzt einen Eimer Lachtränen vergießen. Langsam gehen ihnen die Argumente aus.

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Das Herunterladen von Computern

Geschrieben von messitschbyburns am 29. April 2008 — Filesharing, Merkel, Urheberrecht


Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Podcast:

“Denn das Herunterladen von Computern ist eine Sache, die nationale Grenzen nicht schützen können.”

Dieser Satz soll in seiner verworrenen Sinnlosigkeit unkommentiert bleiben.

Dieser nicht:

“Allerdings haben sich verschiedene Künstlerinnen und Künstler an mich gewandt, um darauf aufmerksam zu machen, daß damit der Urheberschutz noch nicht ausreichend gesichert ist.”

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Ein Brief an unsere Kanzlerin

Geschrieben von messitschbyburns am 26. April 2008 — Filesharing, Gorny, Seeed/Peter Fox, Urheberrecht


Am 11. April 2008 wurde im Bundestag das Gesetz zur besseren Durchsetzung geistigen Eigentums beschlossen. Am gleichen Tag brach das übliche Geheule der von der Musikindustrie bezahlten Gurkenhälse los:

Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (beklagte), dass das Vorhaben für die Rechte von Autoren im Internet keinen ausreichenden Schutz biete und damit das Ziel der EU-Vorgaben ‘vollständig’ verfehle.”

Nur zwei Wochen später werden wir Zeuge der nächsten zirkusreifen Nummer. Der Bundesverband Musikindustrie schaltete gestern in SZ, FAZ und taz eine ganzseitige Anzeige, in der 200 darbende Künstler um ein Schälchen Reis und ein warmes Fleckchen zum Schlafen bettelten. Im übertragenen Sinn.

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Das Märchen von den vier klugen Königen

Geschrieben von messitschbyburns am 25. Januar 2008 — DRM, Filesharing, Musik


Es war einmal vor vielen Jahren, da begab es sich, daß ein jeder, der eine große runde Schallplatte und ein leise surrendes Tonbandgerät sein eigen nannte, die knisternde Musik von der Schallplatte auf das Tonband überspielen durfte. Die großen runden Schallplatten wurden von fleißigen Arbeitsleuten in Manufakturen geschmiedet. Diese Manufakturen gehörten vielen kleinen und einigen großen Prinzen. Die Prinzen packten die Schallplatten auf große Karren und ließen sie zum Markt transportieren. Dort tauschten die Untertanen ihr Gold gegen die Schallplatten. Und weil die Untertanen gern Musik hörten, gaben sie ihr Gold gern und reichlich.

Wenn die Prinzen aus ihren Fenstern blickten, schauten sie auf einen Berg puren Goldes, der immer größer und größer wurde. Das Gold gehörte ihnen ganz allein, und es schien, als wüchse der Berg zum Himmel!

Die Prinzen lächelten, strichen sich über ihre kecken Kugelbäuche und sahen wohlgefällig auf den kleinen Klaus. Der sammelte eifrig Schallplatten, traf sich mit anderen Kläusen, tauschte, was doppelt war und überspielte von Schallplatte auf Tonband, was ihm in seiner Sammlung fehlte. Dem kleinen Klaus glühten die Ohren, so freudig war er bei der Sache, und manchmal winkte er den Prinzen frohgelaunt zu. Die winkten freundlich zurück und ließen ihn gewähren. Denn nur ein zufriedener Klaus würde noch mehr Gold zu ihrem Berge tragen. Das wußten die klugen Prinzen, und sie sahen es mit Wohlwollen.

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Radiohead on top

Geschrieben von messitschbyburns am 22. Januar 2008 — Filesharing, Radiohead


Alle Unkenrufe waren vergebens. Nach Radioheads spektakulärer Aktion, ihre neues Werk “In Rainbows” vorab auf der eigenen Website zum Download anzubieten und die Käufer selbst über den Preis entscheiden zu lassen, prophezeiten ihnen die Auguren der Musikindustrie, daß die CD im Einzelhandel gnadenlos abschmieren würde. Denn wer kauft sich schon eine CD, die er für Umme downloaden kann?

Viele! Letzte Woche mit 122.000 verkauften Tonträgern auf Platz 1, diese Woche auf Platz 2 der amerikanischen Billboard Charts. In Großbritannien stieg “In Rainbows” nach Verkaufsstart sofort auf Platz 1 der UK-Charts und belegt in dieser Woche immer noch Platz 6.

Das ist bitter für die Strategen der Plattenkonzerne. Wie sehr werden sie gehofft haben, daß sich Radiohead übernehmen; daß Millionen Umsonst-Sauger nur Traffic, aber keine Einnahmen generieren; daß “In Rainbows” an der Ladenkasse floppt und die Musiker in demütig gebückter Haltung bei EMI anklopfen, Abbitte leisten und um einen neuen Vertrag flehen.

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