Kategorie "Medien" ↓
Geschrieben von admin am 17. März 2011 — Was wirklich wichtig ist
Vier japanische Atomkraftwerke zerbröseln Stück für Stück. Niemand weiß, ob es zur Kernschmelze und zum GAU kommen wird. Man könnte sich Gedanken über die Endlichkeit des Lebens machen, vielleicht im Dunkeln, um Energie zu sparen, und dabei schweigen.
Einer schweigt nicht. Martin Oetting ist tief betroffen. Das ZDF bringt ihn in Wallung.
Am 12. März schnitt das heute-journal Bilder der Katastrophe zu einem Video zusammen und unterlegte den Film mit dem Song “Teardrop” von Massive Attack: (hier auf Youtube)

Bürger Oetting war außer sich vor Wut. Er schleuderte dem ZDF einen Offenen Brief ins elektronische Postfach:
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Geschrieben von admin am 11. März 2011 — Guttenberg, Tagesspiegel, Tönnies
Sybille Tönnies ist über die Guttenberg-Kritiker und deren Fokussierung auf seine plagiierte Doktorarbeit erbost. In einer wüsten Polemik reduziert sie den akademischen Grad “Doktor” auf einen besseren Faschingsorden und meiert den gesamten wissenschaftlichen Betrieb ab:
“Doktorväter und -mütter müssen zugeben, dass sie die umfangreichen und langweiligen Dissertationen ihrer Doktoranden im Normalfall gar nicht lesen und ihre Gutachten anhand der Inhaltsverzeichnisse anfertigen.”
Das ist dummes Zeug.
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Geschrieben von admin am 25. Februar 2011 — BILD, Guttenberg
Die von BILD zur Volksabstimmung stilisierte Telefonumfrage über das politische Schicksal des Verteidigungsministers ist ein nettes Zusatzgeschäft für Springer.
Bis Mittwoch, 19:32 Uhr, hatten 261.223 Leser die Nummern 01371-100 001 oder 01371-100 002 gewählt. Kosten: 14 Cent je Anruf vom Festnetz. Nimmt man diese 14 Cent als Mittelwert und vernachlässigt, dass Handy-Anrufe teurer sein können, sind das 36.571,22 Euro.
Abzüglich des Anteils für den Telefonanbieter hat der Verlag 18.285,61 Euro kassiert. Ein guter Schnitt für ein paar Stunden Propaganda.
Geschrieben von admin am 24. Februar 2011 — Deutscher Irrsinn, Medien
2009 zwängte sich Mario Barth in ein T-Shirt, auf dem stand: “Nichts reimt sich auf Uschi”. Im Dezember 2010 meldete Barth diesen Spruch als Marke an. Noch im gleichen Monat mahnten seine Anwälte einen Händler ab, der Uschi-Shirts verkaufte. Barths Anwälte sahen darin eine unlautere Nachahmung und eine Herkunftstäuschung bezüglich der Produkte von Mario Barth gemäß § 4 Nr. 9 UWG. Der Abgemahnte möge den Verkauf sofort beenden und zur Kostenregulierung 1.780,20 Euro überweisen.
Der Uschi-Spruch ist uralt. Der juristische Prüfer beim Deutschen Marken- und Patentamt in München, Regierungsdirektor Jörg-Eckhard Dördelmann (ein Name wie von Wischmeyer erfunden), sieht trotzdem im Markeneintrag keine Probleme: “Ja, es ist eingetragen worden, und es ist auch vertretbar”.
Radio ffn ist anderer Meinung. Der Sender stellte in dieser Woche einen Löschantrag.
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Geschrieben von admin am 23. Februar 2011 — Eine Nachricht, zwei Versionen, SPIEGEL/SPON, Tagesspiegel
Am 18. Februar stellten Radiohead ihre neue Platte “The King Of Limbs” zum Download bereit. Nicht mehr gratis wie im Oktober 2007, als die Band ihren Hörern überließ, wie viel Geld ihnen “In Rainbows” wert sei (hier und hier).
Jetzt bittet sie um sieben Euro für den MP3-Download und um elf Euro für die WAV-Version, was immer noch sehr zivilisierte Friedenspreise sind. Für 36 Euro kann man auch eine Deluxe-Version vorbestellen, die im Mai geliefert wird: eine CD, zwei 10-Inch-Vinylplatten, eine digitale Albumversion und ein 625teiliges Artwork. Die einfache CD steht ab 25. März in den Läden.
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Geschrieben von admin am 09. Februar 2011 — Medien, Musik
Inka Bause bekommt eine neue Show. Ab 20. März lässt sie auf RTL nicht nur brünstige Bauern an verschreckten Fauen fummeln; sie beglückt für vier Folgen jene Menschen, die 15 Jahre vor der Rente in der Midlife Crisis stecken, die wehmütig an ihre erste große Liebe denken und daran, was man alles verpasst hat, als man noch ein toller Hecht war.
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Geschrieben von admin am 06. Februar 2011 — Immer wieder sonntags, Medien
Um die Abneigung der Bevölkerung gegen eure ungebetenen Anrufe ein wenig zu mildern, habt ihr vier Radiospots produzieren lassen. In Spot Nr. 3 erzählt ihr eine nette Flunkerei:
“Autos ohne Rückwärtsgang — gibt es nicht.”
Das ist erstaunlich. Dieses Auto hat nämlich keinen Rückwärtsgang:

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Geschrieben von admin am 04. Februar 2011 — Bommarius, Braune Soße, Was dem Jupiter erlaubt ist ...
Im April 2009 schrieben wir über ein aktuelles Beispiel für die Unvergänglichkeit des lateinischen Spruchs Quod licet Iovi, non licet bovi — Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Rindvieh nicht erlaubt. Oder umgangssprachlich: Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe.
Heute setzen wir noch einen drauf: Wenn drei das Gleiche tun, ist das auch noch nicht dasselbe.
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Geschrieben von admin am 02. Februar 2011 — Was wirklich wichtig ist
Was, liebe Leser, war für die deutschen Fernsehzuschauer im Januar 2011 wirklich wichtig?
- a) Ich bin ein Star — Holt mich hier raus!
- b) Ich bin ein Star — Holt mich hier raus!
- c) Ich bin ein Star — Holt mich hier raus!
- d) Ich bin ein Star — Holt mich hier raus!
Richtige Antwort: abcd.
Für die werberelevante Zielgruppe (Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren) gab es in der Januar-Top 10 nur eine Sendung:
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Geschrieben von admin am 31. Januar 2011 — Deutscher Irrsinn, taz
Die taz veröffentlicht heute ein bedrückendes Gespräch mit Otto Teufel zur großen deutschen Rentnerverarschung seit Adenauer, zur Manipulation der Öffentlichkeit durch Leute wie Rürup und Riester und zur Aushebelung der Judikative durch den Parteienstaat.
Sein bitteres Fazit: “Wir sind kein Rechtsstaat.”
Unbedingt lesen und weiterempfehlen.