Kraftwerk
“Der Katalog”
(p) 2009, Klingklang/EMI

Ja. Einfach nur Ja. Das ist es.
Das ist der Standard 2009. Besser geht’s nicht. Und wenn, dann möge man es uns beweisen. Bis dahin bleiben wir dabei: Das ist es.
| Messitsch by Burns | What? Mayonnaise. Goddamn! |
What? Mayonnaise. Goddamn!
Geschrieben von messitschbyburns am 04. Dezember 2009 — Hörsturz
Kraftwerk
“Der Katalog”
(p) 2009, Klingklang/EMI

Ja. Einfach nur Ja. Das ist es.
Das ist der Standard 2009. Besser geht’s nicht. Und wenn, dann möge man es uns beweisen. Bis dahin bleiben wir dabei: Das ist es.
Geschrieben von messitschbyburns am 03. Dezember 2009 — Hörsturz, Kyuss/QOTSA/Them Crooked Vultures
Them Crooked Vultures
“Them Crooked Vultures”
(p) 2009, Sony BMG

Mit Supergroups ist das so eine Sache. Besonders, wenn eines ihrer Mitglieder erzählt, dies wäre die beste Rockband, in der er je gespielt habe. Das sagt Dave Grohl, der immerhin als Schlagzeuger von Nirvana — im Schatten Kurt Cobains — zur Legende wurde.
Geschrieben von messitschbyburns am 02. Dezember 2009 — Hörsturz, Neurosis
Shrinebuilder
“Shrinebuilder”
(p) 2009, Neurot Recordings

Mit Supergroups ist das so eine Sache. Mal spielen sie phänomenale Musik, gehen sich an die Gurgel und werden zur Legende (Cream), mal spielen sie irgendwas, gehen sich auch an die Gurgel und sind bald vergessen (die meisten anderen).
Shrinebuilder könnten als Zwischending funktionieren. Sie spielen passable Musik, gehen sich nicht an die Gurgel und werden trotzdem nicht zur Legende.
Geschrieben von messitschbyburns am 01. Dezember 2009 — Hörsturz, The Last Shadow Puppets
Arctic Monkeys
“Humbug”
(p) 2009, Domino/Indigo

Nanu? Wo Arctic Monkeys draufsteht, ist plötzlich Musik drin? Keine nervige “Wir sind so jung und schräg”-Attitüde mehr, sondern richtig gute Musik? Wie kommt’s?
Vielleicht durften die durchschnittlich 23,5 Jahre jungen Männer ihren allerersten Geschlechtsverkehr erleben und wurden über Nacht erwachsen. Oder die Arctic Monkeys haben sich seit ihrer Gründung verstellt, um das Publikum im verflixten siebten Jahr zu überraschen. Das wäre ihnen wunderbar gelungen.
Geschrieben von messitschbyburns am 30. November 2009 — Hörsturz
Dellé
“Before I Grow Old”
(p) 2009, Downbeat Records

Vielleicht sagt Ihnen der Name Frank Dellé nicht viel. Sie kennen den Mann trotzdem. Er ist der dritte Sänger von Seeed, der mit den Rastazöpfen. Nach Demba Nabé (Boundzound, 2007) und Peter Fox (Stadtaffe, 2008) hat auch Dellé seine Soloplatte veröffentlicht. Und so leid es uns für seine beiden Kollegen tut (okay, für Peter Fox weniger): Sie ist die beste.
Geschrieben von messitschbyburns am 30. Oktober 2009 — Hörsturz, Rammstein
Rammstein
“Liebe ist für alle da”
(p) 2009, Universal

Ende der Fahnenstange. Rammstein drehen sich im Kreis, seit Jahren. Doch irgendwann ist’s gut.
Alles ist ausgereizt. Das ewige Spiel mit Tabus, der eindimensionale Gesang, selbst das rollende “R”, eine Marotte, die schon nach der dritten Platte in eine angestrengte Manie umschlug.
Dabei beginnt Liebe ist für alle da überraschend frisch. Der Eröffnungssong Rammlied ist ein genialer Schachzug. Paul Landers und Richard Kruspe prügeln ihre Gitarren wie Rammstein at it’s best: brachial, laut und böse. Dazu baut Till Lindemann seinen Text um zwei clever abgewandeltete Zitate:
Geschrieben von La Dame am 22. Oktober 2009 — Hörsturz
Sonic Youth
“The Eternal”
(p) 2009, Matador/Be, Indigo

Egal welches Lied zufällig in die Gehörgänge gerät, es braucht nur wenige Sekunden, um zu wissen, dass sich da das Universum von Sonic Youth auftut. Sie nennen es 2009 die Ewigkeit, The Eternal. Es klingt wie nach Hause kommen, vertraut.
Geschrieben von messitschbyburns am 14. Oktober 2009 — Hörsturz
The Heavy
“The House That Dirt Built”
(p) 2009, Counter Records

The Heavy
“Great Vengeance and Furious Fire”
(p) 2007, Counter Records

Great Vengeance and Furious Fire, das Debüt von The Heavy, lag bei uns wochenlang auf dem “Ganz wichtig”-Stapel. Dann rutschte die CD nach unten, bis sie hinter dem nächsten “Ganz wichtig”-Stapel verschwand. Dabei hatten wir uns fest vorgenommen, Ihnen, liebe Leser, dieses Wunderding köstlicher Musik zu empfehlen.
Inzwischen ist der Nachfolger The House That Dirt Built erschienen, und jetzt muß es passieren:
Damen und Herren! Dies ist die tolldreisteste Musik, die Ihr Plattenhändler in diesen Tagen für Sie reserviert hat.
Geschrieben von messitschbyburns am 09. Oktober 2009 — Hörsturz, Kyuss/QOTSA/Them Crooked Vultures, Masters of Reality
Masters of Reality
“Pine/Cross Dover ”
(p) 2009, Brownhouse

Man könnte denken, ein Mann wie Chris Goss, der seit Jahrzehnten in der kalifornischen Wüste lebt, am Rande des Joshua Tree National Park, nur ein paar Autostunden vom Death Valley entfernt (dem heißesten Punkt der USA), müsse ein sonnenstichiger Einsiedler sein, der im zerbeulten Wohnwagen mit Klapperschlangenköpfen trommelt.
Doch Goss, der von seinen Fans als großer alter Mann des Stoner Rock geliebt wird, ist wohl eher ein harmoniebedürftiger Schmusebär. Seine Musik wirkt kaum aggressiv oder sphärisch verwabert. Er schreibt traumhafte Melodien, liebt den altmodischen Satzgesang und verliert sich nur selten in kunstartigem Getöse.
Geschrieben von messitschbyburns am 08. Oktober 2009 — Hörsturz
Kings of Convenience
“Declaration of Dependence”
(p) 2009, EMI

Nach dem Krieg massierte der grinsende Stehgeiger Helmut Zacharias seinem Publikum sanft die Ohren blumig, in den 60er Jahren säuselten Simon and Garfunkel die letzten Hippies in den ewigen Schlaf, und seit 1978 gibt André Rieu den pomadisierten Seelentröster für alle Lebenslagen.
Das kann man konzentrieren, dachten sich die Norweger Eirik Glambek Bøe und Erlend Øye, und gründeten 1999 das Duo Kings of Convenience. Der Name The Return of Simon and Garfunkel hätte weniger romantisch geklungen, würde das Süßstoffmassaker der Kings of Convenience aber direkter beschreiben.