Kategorie "Hörsturz" ↓

DubXanne: Police in Dub

Geschrieben von messitschbyburns am 06. August 2008 — Hörsturz, Seeed/Peter Fox


DubXanne
“Police in Dub”
(p) 2008, Echo Beach

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Dub-Puristen, bitte weitergehen. Für euch gibt es hier nichts zu sehen. Auf das nervige Gehabe der Hüter des reinen Dub möchten wir verzichten. Police in Dub ist auch Police in Reggae, Police in Ambient, Police in Dancefloor und Police in Lounge. Aber irgendwie muß das Kind heißen. Also: Police in Dub.
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Die Ärzte: Jazz ist anders Economy

Geschrieben von messitschbyburns am 15. Juli 2008 — Die Ärzte, Hörsturz


Die Ärzte
“Jazz ist anders Economy”
(p) 2007, Hot Action Records

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Bevor im letzten Jahr das elfte Studioalbum Jazz ist anders von Die Ärzte erschien, krallte sich die grandiose Single Junge im Hirn fest und überstrahlte ein paar Durchhänger auf der CD. Das durchwachsene Album kassierte trotzdem Doppelplatin, was ja nicht schlecht ist, auch bei reduzierten Mindestverkaufszahlen für die Auszeichnung.

Im Gegensatz zur regulären CD, die bei jedem Plattenhändler steht, wird Jazz ist anders Economy nur auf Konzerten verkauft (als LP auch im Handel), für 7 Euro und natürlich ohne Kopierschutz.

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Ufomammut: Idolum

Geschrieben von messitschbyburns am 08. Juli 2008 — Hörsturz


Ufomammut
“Idolum”
(p) 2008, Supernatural Cat Records

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I’s the rhythm, stupid! Und ein bißchen die Melodie. Aber nur ein bißchen.

Das italienische Trio Ufomammut mixt seit 1999 Psychedelic und Doom zu — Überraschung! — Psychedelic Doom. Die Eltern von Ufomammut heißen Yob und Sleep, die Großeltern Black Sabbath und Pink Floyd. Als entfernte Verwandte winken Hawkwind, Pelican, ISIS, Five’s Continuum Research Project und natürlich Electric Wizard.

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Boris: Smile

Geschrieben von messitschbyburns am 08. Juli 2008 — Hörsturz


Boris
“Smile”
(p) 2008, Diwphalanx Records
(p) 2008, Southern Lord Recordings

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Boris goes Pop. Und wir lieben es.

Wenn wir Pop schreiben, meinen wir Boris-Pop. Nicht Kid-Rock-Pop oder Kylie-Minogue-Pop oder Hot-Chips-Pop. Sondern Boris-Pop.

Andere nennen es vielleicht Streß oder Lärm oder Zumutung. Wir nennen es Boris-Pop. Und wir lieben es.
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Isobel Campbell & Mark Lanegan: Sunday at Devil Dirt

Geschrieben von messitschbyburns am 01. Juli 2008 — Hörsturz, Mark Lanegan


Isobel Campbell & Mark Lanegan
“Sunday at Devil Dirt”
(p) 2008, V2 Records International

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Ach, wie tröstlich. Mark Lanegan ist auch nur ein Mensch wie du und ich. Er produziert unfaßbar schöne Aufnahmen — und genehmigt sich zwischendurch ein kleines schnuckliges Lutschbonbon wie Sunday at Devil Dirt.

Zum zweiten Mal — nach Ballad Of The Broken Seas (2006) — duettieren Isobel Campbell und Mark Lanegan. Isobel Campbell war die Sängerin des musizierenden Duftwässerchens Belle & Sebastian. Im Sommer 2002 sagte sie ihren Kollegen mitten in einer Tour Winke Winke, angeblich wegen künstlerischer Differenzen. Das wäre ein Witz im Witz: Eine gekünstelte Band verliert ihre Sängerin wegen künstlerischer Streitigkeiten. Nelson Muntz würde sagen: Ha! Ha!

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Silver Mt. Zion: 13 Blues For Thirteen Moons

Geschrieben von messitschbyburns am 01. Juli 2008 — Hörsturz


Thee Silver Mt. Zion Memorial Orchestra & Tra-La-La Band
“13 Blues For Thirteen Moons”
(p) 2008, Constellation Records

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Oh, wie schön ist Kanada. Nicht das allseits geschätzte Schweden ist das popmusikalische Kreativzentrum der Welt, sondern Kanada. Kein anderes Land produziert eine so enorme Anzahl solistischer Wunderlinge, ausufernder Kollektive und sich ständig findender, auflösender und neu gründender Kollaborationen.

Wer Kanada sagt, muß auch Godspeed You Black Emperor! sagen. Von dort führt der Weg über Efrim Menuck, einen der GYBE-Gründer, zu Silver Mt. Zion. Er und seine GYBE-Kollegen Sophie Troudeau und Thierry Amar gründeten Silver Mt. Zion 1999 als experimentellen Post-Punk-Rock-Ableger der experimentellen Postrock-Band GYBE.
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Laibach: Volk

Geschrieben von messitschbyburns am 10. Juni 2008 — Hörsturz


Laibach
“Volk”
(p) 2006, Mute Tonträger

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Der Soundtrack zur EM. Zumindest für Deutschland, Russland, Frankreich, Italien, Spanien und die Türkei. Die politisch unkorrekten Großzertrümmerer Laibach knöpfen sich 13 Nationalhymnen vor. Außer den EM-Nationen sind das England, Israel, China, Japan, Slowenien, der Vatikanstaat und die USA; außerdem die Hymne für Laibachs eigenen NSK-Staat.

Hymnen? Von Laibach? Ja — wunderbar! Nach Jahren des Darbens, Bangens und verdrießlichen Schmerzes ob der immer dürftigeren und plakativeren CDs von Laibach ist Volk ein unerwarteter Glücksfall.

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Laibach: Laibachkunstderfuge

Geschrieben von messitschbyburns am 10. Juni 2008 — Hörsturz


Laibach
“Laibachkunstderfuge”
(p) 2008, Mute Tonträger/Dallas Records

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Laibach bearbeiten Die Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach. Von Contrapunctus 1 bis Contrapunctus 15. Wir baten eine Expertin für klassische Musik um ein kurzes Statement:

“Generell finde ich Bach gerade wegen seiner Klarheit wunderbar und bin mir nicht sicher, ob irgendwer sich daran versuchen sollte.”

Dem schließen wir uns an. Man kann alles machen, muß es aber nicht.
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Steve von Till: A Grave Is A Grim Horse

Geschrieben von messitschbyburns am 28. Mai 2008 — Hörsturz, Neurosis


Steve von Till
“A Grave Is A Grim Horse”
(p) 2008, Neurot Recordings

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Wenn wir dereinst in die Grube sinken; wenn Erde auf das Sargholz prasselt und Schwärze uns umfängt …

… dann möge Steve von Till im Schatten unter einem Buchsbaum sitzen, aus den Augenwinkeln unsere letzte Fahrt beobachten, die Gitarre auf den Knien halten, mit den Fingern über die Saiten streichen und für uns singen: A Grave Is A Grim Horse.

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Scott Kelly: The Wake

Geschrieben von messitschbyburns am 28. Mai 2008 — Hörsturz, Neurosis


Scott Kelly
“The Wake”
(p) 2008, Neurot Recordings

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Er bleibt ein ewiger Schattensucher. Scott Kelly, Gitarrist und Sänger von Neurosis, war noch nie ein Freund der Sonne. Weder mit Neurosis noch auf seinen beiden Solo-CDs, die er mit ganz kleinem Besteck aufnahm: Ein Mann und seine Gitarre. Acoustic Dark Country.

Mit morschem Timbre singt er über Themen, die Menschen wie du und ich nur aus ihren Albträumen kennen. Er singt zurückhaltend, leise, heißer, vor allem aber brüchig. Wobei das Wort “singen” keine wirklich treffende Beschreibung ist.

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