Kategorie "DRM" ↓
Geschrieben von messitschbyburns am 21. Juli 2009 — DRM, Tagesspiegel, Urheberrecht
Die Blöden sterben niemals aus. Hier ist der Beweis:
Kai Biermann echauffierte sich fürchterlich über Amazon. Damit man Biermännchens Aufgeregtheit wirklich liest, tobte er sich auf drei Nachrichtenportalen gleichzeitig aus: Handelsblatt.com, ZEIT.de und Tagesspiegel.de. Der Text änderte sich nicht, nur die Überschriften wechselten: von “Amazons Feudalismus” (gähn) zu “Amazons digitale Bücherverbrennung” (lol). Gut, daß der gesamte Portalquark Holtzbrinck gehört, dem Hort deutscher Meinungsfreiheit. Das vereinfacht die multiple Verwertung.
Was ließ Biermanns Herzelein so heftig puckern?
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Geschrieben von messitschbyburns am 25. Mai 2009 — DRM, Urheberrecht, Überwachung
Justizministerin Zypries eröffnete am 7. Mai in Berlin die Internationale Konferenz zur Zukunft des Urheberrechts. In ihrer Rede brachte sie eine bemerkenswerte Passage unter:
“Angesichts der zahlreichen Verletzungen des geistigen Eigentums im Internet frage ich mich auch, ob wir beispielsweise mehr Regulierung des Netzes brauchen. Ob etwa die Anonymität des Internets eingeschränkt werden soll.
Nicht zur Kontrolle, sondern um einen paßgenaueren Zugang zu urheberrechtlich geschützten Informationen zu ermöglichen. Es macht ja durchaus einen Unterschied, ob jemand auf Material zugreifen will, um dies kommerziell zu nutzen oder ob sich jemand lediglich für private Zwecke informieren möchte.
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Geschrieben von messitschbyburns am 13. Januar 2009 — DRM, Urheberrecht
Lange schrieben wir nichts über die skurrilen Methoden der Musikindustrie, mit Geistesblitzen aller Art zu versuchen, ihr gerupftes Imperium zu stabilisieren und zu retten.
Nun ist es an der Zeit, das Sterbeglöckchen zu schwingen. Noch nicht für die Kulturbanausen, aber ihr heißgeliebtes DRM.
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Geschrieben von messitschbyburns am 02. Juni 2008 — DRM, Filesharing
Zum Wochenanfang und weil endlich die Sonne scheint, zwei optimistische Meldungen aus der wunderbaren Welt der Urheber-, Nutzungs- und sonstigen Rechte:
Meldung Nr. 1:
Napster lebt. Zugegeben, das ist nicht von größtem Interesse. Aber das: Napster säubert seine ca. 6 Millionen Titel und befreit sie von sämtlichem DRM-Dreck. Goodbye, Kopierschutz.
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Geschrieben von messitschbyburns am 19. Mai 2008 — DRM
Beim wöchentlichen Flaschendrehen der DRM-Zombies gab es ausnahmsweise kein neues Tänzchen der Musikindustrie mit ihren Kunden, um sie zu knebeln und zu knechten. Dafür sind wir staunende Zeugen eines frommen Wunsches und einer bekloppten Idee.
Der fromme Wunsch stammt von der RIAA, dem Lobby-Verband der US-Musikindustrie. Deren Abgesandter David Hughes dachte auf der Digital Hollywood Conference über die Rückkehr des flächendeckenden DRM-Einsatzes auf allen Vertriebskanälen nach.
Der Zeitpunkt seines Wunsches verwirrt. Wir schreiben den Mai 2008. Die vier Major-Label haben DRM beerdigt oder denken über dessen Abschaffung nach. Kleine Label und große Online-Händler wie Amazon verzichten auf DRM. Trotz jahrelangen DRM-Einsatzes, obsessiver juristischer Treibjagden und drakonischer Strafen gegen die abtrünnigen Kunden erholten sich die CD-Verkäufe nicht. Und nun soll das Rad zurückgedreht werden und DRM die Rettung bringen?
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Geschrieben von messitschbyburns am 30. April 2008 — DRM
Weiter geht es mit Geschichten aus Absurdistan, dem Reich der Herren des Copyrights. Unsere kleine Liste der erreichten oder gewünschten Verbote für private Kunden ist gerade eine Woche alt und schon überholt. Zum Kopieren, Tauschen, Verleihen, Weiterverkaufen und Wegwerfen gesellt sich nun das Besitzen.
Wie?, fragt der Leser und kratzt sich ratlos am Kopf — ich darf keine Musik mehr besitzen, die ich zuvor gekauft habe?
So ist es, lieber Leser. Du mußt aber keine CD gegen Vorlage des Personalausweises an einer Sammelstelle abliefern. Das kommt später. Im Moment betrifft es nur online gekaufte Songs, und das auch nur bei Microsoft. Weiterlesen →
Geschrieben von messitschbyburns am 25. März 2008 — DRM, Urheberrecht
Fünf Tage hat die Musikindustrie gebraucht, um den Karlsruher Schock zu verdauen. Am 19.03. untersagte das Bundesverfassungsgericht bis auf weiteres die Herausgabe von IP-Adressen an die Schnüffler der Plattenkonzerne. Damit ist deren schöne neue Klagewelt vorläufig verpufft wie ein Stinkmorchel, den man mit der Stiefelspitze breitlatscht.
Gestern rührte sich Rolf Schmidt-Holtz, Vorstandschef von Sony-BMG, und gab der FAZ ein Interview. Tenor: Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff. Wenn die potentiellen Kunden nicht mit juristischen Mitteln aus den Tauschbörsen vertrieben werden können, sollen sie mit finanziellen Lockangeboten für blöd verkauft zur Kasse gelockt werden:
“Wir haben viele Ideen. Zum Beispiel ein Abonnement-Angebot im digitalen Musikvertrieb, an dem wir zur Zeit arbeiten. In der einfachsten und vielleicht attraktivsten Variante wäre das eine Art Musikflatrate für alle Mp3-Spieler inklusive den iPod: Für einen monatlichen Beitrag steht Ihnen die gesamte Musikwelt offen. Mit der Musikflatrate bekommen Sie alles von uns — vom brandneuen Charthit bis zu Beethoven.”
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Geschrieben von messitschbyburns am 25. Januar 2008 — DRM, Filesharing, Musik
Es war einmal vor vielen Jahren, da begab es sich, daß ein jeder, der eine große runde Schallplatte und ein leise surrendes Tonbandgerät sein eigen nannte, die knisternde Musik von der Schallplatte auf das Tonband überspielen durfte. Die großen runden Schallplatten wurden von fleißigen Arbeitsleuten in Manufakturen geschmiedet. Diese Manufakturen gehörten vielen kleinen und einigen großen Prinzen. Die Prinzen packten die Schallplatten auf große Karren und ließen sie zum Markt transportieren. Dort tauschten die Untertanen ihr Gold gegen die Schallplatten. Und weil die Untertanen gern Musik hörten, gaben sie ihr Gold gern und reichlich.
Wenn die Prinzen aus ihren Fenstern blickten, schauten sie auf einen Berg puren Goldes, der immer größer und größer wurde. Das Gold gehörte ihnen ganz allein, und es schien, als wüchse der Berg zum Himmel!
Die Prinzen lächelten, strichen sich über ihre kecken Kugelbäuche und sahen wohlgefällig auf den kleinen Klaus. Der sammelte eifrig Schallplatten, traf sich mit anderen Kläusen, tauschte, was doppelt war und überspielte von Schallplatte auf Tonband, was ihm in seiner Sammlung fehlte. Dem kleinen Klaus glühten die Ohren, so freudig war er bei der Sache, und manchmal winkte er den Prinzen frohgelaunt zu. Die winkten freundlich zurück und ließen ihn gewähren. Denn nur ein zufriedener Klaus würde noch mehr Gold zu ihrem Berge tragen. Das wußten die klugen Prinzen, und sie sahen es mit Wohlwollen.
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