Kategorie "Musikindustrie" ↓

Der Kern unserer Kultur

Geschrieben von messitschbyburns am 05. Juni 2009 — Filesharing, Gorny, Überwachung


Eben noch wollte uns eine religiös vernebelte Kampagne erklären, das Christentum sei unsere kulturelle Basis und Identität, unser Ursprung, unsere Zukunft usw. usf.

Jetzt springt die Medienhure Dieter Gorny in die Bütt und erzählt uns etwas ganz anderes:

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Warum kein Postbenutzungsverbot für Filesharer?

Geschrieben von messitschbyburns am 03. Juni 2009 — Filesharing, Medien, Musikindustrie, Überwachung


Was glauben Sie, liebe Leser: Ist die folgende Meldung wahr oder falsch?

“Kulturstaatsminister Bernd Neumann machte sich auf der CDU MediaNight in Berlin am Dienstagabend für den Ausschluß vom Brief- und Paketdienst bei wiederholten Urheberrechtsverstößen stark.

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Zypries sägt am anonymen Netz

Geschrieben von messitschbyburns am 25. Mai 2009 — DRM, Urheberrecht, Überwachung


Justizministerin Zypries eröffnete am 7. Mai in Berlin die Internationale Konferenz zur Zukunft des Urheberrechts. In ihrer Rede brachte sie eine bemerkenswerte Passage unter:

“Angesichts der zahlreichen Verletzungen des geistigen Eigentums im Internet frage ich mich auch, ob wir beispielsweise mehr Regulierung des Netzes brauchen. Ob etwa die Anonymität des Internets eingeschränkt werden soll.

Nicht zur Kontrolle, sondern um einen paßgenaueren Zugang zu urheberrechtlich geschützten Informationen zu ermöglichen. Es macht ja durchaus einen Unterschied, ob jemand auf Material zugreifen will, um dies kommerziell zu nutzen oder ob sich jemand lediglich für private Zwecke informieren möchte.

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The Pirate Bay als Exempel

Geschrieben von messitschbyburns am 20. April 2009 — Filesharing, Urheberrecht


Das Urteil gegen die Pirate-Bay-Aktivisten Fredrik Neij, Gottfrid Svartholm, Peter Sunde und Carl Lundström (der leider als rechtslastige Dumpfbirne bekannt ist) soll als Exempel wirken: Je ein Jahr Haft und insgesamt 2,74 Millionen Euro Schadenersatz für 33 CDs, Filme und Computerspiele, die sich das schwedische Schöffengericht herausgepickt hat.

Als Begründung sogen sich die Schöffen u.a. diesen Satz aus den Fingern:

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Hunde, wollt ihr ewig … [zwei Updates und ein schlechter Witz]

Geschrieben von messitschbyburns am 13. Januar 2009 — DRM, Urheberrecht


Lange schrieben wir nichts über die skurrilen Methoden der Musikindustrie, mit Geistesblitzen aller Art zu versuchen, ihr gerupftes Imperium zu stabilisieren und zu retten.

Nun ist es an der Zeit, das Sterbeglöckchen zu schwingen. Noch nicht für die Kulturbanausen, aber ihr heißgeliebtes DRM.

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Web 2.1 in der Berliner Zeitung

Geschrieben von messitschbyburns am 23. Oktober 2008 — Berliner Zeitung, Gorny


Haben Sie sich, liebe Leser, nach der Lektüre einer Rezension schon mal seufzend gewünscht: Wie schön wäre es, wenn ich mit der Fingerspitze auf das abgedruckte Buchcover klicken könnte und sich mir in der Zeitung eine Leseprobe öffnete, mit Direktlink zum Kauf, sofern die Leseprobe erquicklich war?

Die Berliner Zeitung macht es möglich. Seit dem 09. Oktober bietet Ihnen das Feuilleton einen bundesweit einmaligen Service: Mit der leichten Berührung des Buttons “Hier klicken — Blick ins Buch!” öffnen sich ausgewählte Seiten, und Sie können in aller Ruhe schmökern, stöbern oder einfach nur lesen:

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And now: Beatles for Free

Geschrieben von messitschbyburns am 08. September 2008 — Urheberrecht


Das Gesetz zur besseren Durchsetzung geistigen Eigentums ist gerade eine Woche in Kraft, und schon werden wir Zeugen epochaler Ereignisse. Im Schweinsgalopp versuchen die Lobbyisten der Musikindustrie und ihr bleiches Heer aus schwarzen Roben, den Gesetzestext nach ihrer Lust zu formen und zu kneten.

Das Gesetz erlaubt der Musikindustrie in § 101 (9), sich die Verbindungsdaten, mit denen Filesharer identifiziert werden sollen, direkt über einen Richter zu beschaffen. Der Richter prüft, ob die Voraussetzungen gegeben sind, um die Provider zu zwingen, die persönlichen Daten ihrer Kunden herauszugeben.

Das nennt sich Richtervorbehalt und ist an eine Bedingung geknüpft: Weiterlesen →

Was nicht paßt, wird passend gemacht

Geschrieben von messitschbyburns am 08. September 2008 — Datenschutz, Datenspeicherung, Urheberrecht


Wir kennen inzwischen § 96 (2) TKG auswendig und können seinen Text singen, tanzen und rezitieren. Auch der Telekom AG ist er bekannt.

Wir wissen, daß Daten aus der Vorratsdatenspeicherung überhaupt nicht und Verkehrsdaten aus Abrechnungen nur bis zu ihrer Löschung an Dritte — zum Beispiel an die Anwälte der Musikindustrie — weitergegeben werden dürfen. Auch das weiß die Telekom AG.

Wir wissen außerdem, daß die Verkehrsdaten unverzüglich zu löschen sind. Die Telekom AG definiert “unverzüglich” mit “sieben Tage”.

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Die Kunst des Weglassens (1)

Geschrieben von messitschbyburns am 01. September 2008 — Datenschutz, Die Kunst des Weglassens, Filesharing, SPIEGEL/SPON, Tagesspiegel, Urheberrecht


Heute tritt das Gesetz zur besseren Durchsetzung geistigen Eigentums in Kraft. Die Medienindustrie, die das Gesetz im Kanzleramt so offen und ungeniert in Auftrag gab, wie man beim Bauern eine Schlachtsau bestellt, erhofft sich davon eine größere Abschreckung der Filesharer vom Filesharing. Also größer als Null.

In der letzten Woche erschienen in einigen Medien Beiträge, die den Inhalt des Gesetzes kurz erläutern — und in der Kunst des Weglassens glänzen. Wir betrachten nur Deutschlandfunk, Tagesspiegel und SPON. Diese drei stehen aber nicht allein.

SPON schreibt zur Datenherausgabe:

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Happy End für Mutter Lenz

Geschrieben von messitschbyburns am 30. August 2008 — Urheberrecht


Im Juli berichteten wir über den dreizehn Monate alten Holden Lenz, der seinen bewindelten Hintern zum Song Let’s Go Crazy schüttelte, was Holdens stolze Mutter filmte und als 30-Sekunden-Video bei YouTube einstellte, worauf die Plattenfirma des Großkünstlers Prince die Entfernung des Videos verlangte. Mutter Lenz wehrte sich unter Bezug auf Fair Use mit einer Klage gegen Universal.

Damals schrieben wir:

“Richter Jeremy Fogel wird ein Kapitel Rechtsgeschichte schreiben. So oder so. Wir hoffen natürlich auf so.”

Richter Fogel hat uns nicht enttäuscht. Weiterlesen →