Kategorie "Kurras/Ohnesorg" ↓
Geschrieben von messitschbyburns am 01. Juli 2009 — Kurras/Ohnesorg, Schroeder (SED)
Geht es Ihrer Firma schlecht? Können Sie die Miete nicht mehr zahlen? Dann machen Sie’s wie Prof. Klaus Schroeder: Arrangieren Sie ein Interview, um aggressiv zu werben — für sich selbst.
Der Großinquisitor des Forschungsverbunds SED-Staat hing sich blitzschnell an die Kurras-Stasi-Affäre und bettelte am 25. Juni ganz offen um Aufträge:
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Geschrieben von messitschbyburns am 29. Mai 2009 — Birthler/Gauck, Kurras/Ohnesorg
Nur der guten Ordnung halber, denn überraschend ist es nicht: Marianne Birthler wußte schon am 4. Mai 2009, daß ihr Mitarbeiter Helmut Müller-Enberg einen Artikel über die Akte Kurras publizieren wollte.
Wenn die Akte am 4. Mai publikationsreif war, muß sie wesentlich früher entdeckt worden sein. Die Geschichte vom Zufallsfund kurz vor der Wahl des Bundespräsidenten ist damit erledigt.
Und dann platzte noch ein Bömbchen.
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Geschrieben von messitschbyburns am 25. Mai 2009 — Birthler/Gauck, Kurras/Ohnesorg
Über Marianne Birthler, die mit der Zuverlässigkeit einer Atomuhr vor jeder Wahl eine Überraschung findet (siehe hier, hier und hier), muß man sich nicht mehr wundern. Wirklich überraschend sind die Funde längst nicht mehr, weil man aus Gauck’scher Tradition weiß, daß die Funde konsequent die Linke belasten und niemals die Rechte, Gaucks und Birthlers politische Heimat.
Die Story, daß zwei Historiker die Kurras-Akte rein zufällig vor der Wahl des Bundespräsidenten fanden und Birthler von deren Veröffentlichung — gerade noch rechtzeitig vor Horst Köhlers Wiederwahl — vollkommen überrascht wurde, ist hübsch. Ein bißchen dick aufgetragen, aber wenigstens um Witzigkeit bemüht.
Tatsächlich fiel die Veröffentlichung auf das Herrlichste mit Birthlers Kampf gegen Gesine Schwan zusammen, die als Kandidatin der SPD auch von den Grünen gewählt werden wollte:
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Geschrieben von messitschbyburns am 25. Mai 2009 — Berliner Zeitung, Birthler/Gauck, Kurras/Ohnesorg, Medien, Tagesspiegel
Die Genugtuung, mit der in machen deutschen Medien auf die Affäre Kurras reagiert wird, ist so gewaltig, daß man dahinter eine tiefe Neurose vermuten könnte; einen unbewältigten Dutschke-Komplex derer, die 1968 als Studenten die Mao-Fahne hochhielten und heute in Großraumbüros die Direktiven aus der Chefetage in Leitartikel pressen müssen.
Noch vor einem Jahr verpuffte Götz Alys Versuch, die 68er zu verkappten Nazis zu erklären (“Unser Kampf 1968 – ein irritierter Blick zurück”, Fischer-Verlag, Frankfurt am Main, 2008) als trostlose Lachnummer. Jetzt ist die Gelegenheit günstig, die 68er von der anderen Seite her anzupinkeln: Alles Stasi, außer Mutti.
Ein paar amüsante Beispiele:
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