Kategorie "Unsere Besten" ↓

Unser Held Heilmann

Geschrieben von messitschbyburns am 17. November 2008 — Die Linke, Heilmann, Unsere Besten


Kennen Sie Lutz Heilmann? Wir auch nicht. Aber Heilmann ist ein Held, mindestens. Vielleicht sogar ein toller Hecht.

Am 13. November 2008 ließ er die Website www.wikipedia.de sperren. Mit einer einstweiligen Verfügung, der juristischen Fliegenklatsche des Klein- und Spießbürgers (Text hier vergrößern):

heilman_wikipedia_linke_sperre_s.jpg

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Der Russe, das Schwein

Geschrieben von messitschbyburns am 30. Oktober 2008 — Berliner Zeitung, DDR, Knabe, Unsere Besten


Hätte man auf Hubertus Knabe gewettet, der Gewinn wäre gewiß, die Quote jedoch mickrig gewesen. Daß unser Held Knabe den Start des Films “Anonyma” zur schäumend gegeiferten Abrechnung mit den slawischen Barbaren mißbraucht, war vorhersehbar.

Doch wo würde er veröffentlichen? In der Jungen Freiheit, Welt, FAZ oder dem Tagesspiegel? Weder noch — die Berliner Zeitung fühlte sich berufen, dem Schokotörtchen aus der Normannenstraße ein öffentliches Forum für seine antibolschewistische Hirnwichse zu bieten.

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Zuwachs für die Straße der Besten

Geschrieben von messitschbyburns am 29. Juli 2008 — Benedikt XVI., Unsere Besten


Papst Benedikt XVI. wird im November 2009 Berlin besuchen. Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls.

Warum zum Jahrestag des Mauerfalls?

Achtung, jetzt wird es sophistisch: Als Papst Benedikt noch Joseph Ratzinger hieß, leitete er von 1981 bis 1992 als Präfekt die Glaubenskongregation, eine Nachfolgeeinrichtung der Römischen Inquisition. Die Glaubenskongregation untersteht dem Papst. Der Papst hieß 1989, im Jahr des Mauerfalls, Johannes Paul II.

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Gottes Segen über Leipzig

Geschrieben von messitschbyburns am 02. April 2008 — DDR, Decker, Gott, Pfarrer Führer, Unsere Besten


Mit Stolz und Ehrfurcht begrüßen wir zwei Neuzugänge im Club der Maueröffner. Bisher versammelten wir auf unserer kleinen Liste des revolutionären Personals der 1989er Zeit- und Weltgeschichte:

  • Günter Schabowski
  • David Hasselhoff
  • Wolf Biermann
  • City
  • Scorpions
  • Ronald Reagan
  • Michail Gorbatschow
  • Papst Johannes Paul II.
  • Dr. Helmut Kohl
  • Unser Held Eppelmann

Dank emsig sprudelnder Erinnerungen von Zeitzeugen, deren niemals nachlassendes Gedächtnis auch 19 Jahre nach dem revolutionären Ereignis mit maschineller Präzision funktioniert, wurden wir nun an einen der ganz Großen aus jenen wilden Tage erinnert, dessen Abwesenheit auf der Liste des Ruhmes und der Ehre uns im Nachhinein beschämen muß. Auch deshalb, weil der zu Preisende seine messianische Berufung quasi im Namen trägt.

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Unser Held Loest

Geschrieben von messitschbyburns am 20. März 2008 — Loest, Tiefensee, Unsere Besten


Endlich! Unsere deutsch-nationale Seele darf wieder wallen! Mit bebendem Busen und heißem Herzen hörten wir das erlösende Wort aus dem Munde des Sanitätsgefreiten Kulturstaatsministers Neumann: Das innigst ersehnte Einheits- und Freiheitsdenkmal im seligen Angedenken an die revolutionären Kämpfe des Jahres 1989 wird gebaut! In Berlin! Auf dem festen Fundamente des Reiterstandbilds von Kaiser Wilhelm I., unseres geliebten Kartätschenprinzes!

Ach, diese Wonne! Komm, süße Klio, und trage uns ein in dein Buch der Geschichte! Denn wir waren Helden, just for one day …

… aber schaut nur, da hinten! Da steht ein kleines dürrres Männelein und weint! Sagt, wer mag das Männlein sein, das da steht so ganz allein? Es sieht aus wie Loest, riecht wie Loest, schmeckt wie Loest — pardauz, es ist Loest! Unser Erich Loest!

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Unser Held Thierse

Geschrieben von messitschbyburns am 28. Januar 2008 — Politik, Thierse, Unsere Besten


Wolfgang Thierse war in seinem Leben schon eine ganze Menge: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Abgeordneter, Parteivorsitzender, Parlamentspräsident, stellvertretender Parteivorsitzender, Ossibär, Volkstribun, Doktorant, Querulant, Replikant, Wahlverlierer gegen Stefan Heym und Petra Pau, Biermann-Freund, PdR-Feind, Kämpfer gegen das Wort “Reichstag” und verspäteter Grabredner für Hannelore Kohl. Momentan ersesselt er sich seine Rentenansprüche als Vizepräsident des Deutschen Bundestags.

Doch immer nur im gähnend leeren Reichstags-Sitzungssaal für 10 Hinterbänkler das Glöckchen zu schwingen und darauf zu achten, daß das Wasserglas auf dem Rednerpult stets frisch gefüllt ist, kann das Leben unseres bodenständigen, erdverwurzelten und bürgernahen Wahlberliners nicht ausfüllen. Lieber mischt er sich unter seine Mitmenschen, geht raus in die Welt und spaziert sonnabends über den Öko-Markt in der Wörther Straße am Kollwitzplatz, Prenzlauer Berg.

Denn dort, wo Zugereiste und Touristen Berlin am berlinischsten glauben, während sie aufgeregt in ihrem 8-Euro-Espresso rühren, lebt unser liebenswert-knuffiges Zottelchen als Mietnormalo wie du und ich. Statt sich wie andere High Performers in weißen Villen hinter dichten Hecken und automatisch versenkbaren Gartentoren zu verschanzen, wohnt unser uriger Zausel mittenmang im prallen Leben, in der Knaackstraße, auf der anderen Seite des Kollwitzplatzes, Prenzlauer Berg.

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Unser Held Knabe

Geschrieben von messitschbyburns am 23. Januar 2008 — Knabe, Knabe, Politik, Unsere Besten


Früher — genauer: ab 2004 — rollten obskure Gesellschaften wie GVU oder ZKM, deren Namen sich niemand merken muß, eine mobile Knastzelle über die Computerspielmessen und öffentlichen Plätze Deutschlands. Im Namen ihrer auftraggebenden Medienkonzerne wurde deren staunenden Kunden suggeriert: “Paß auf, du kriminelle Drecksau! Wenn du auch nur eine CD ohne unsere Erlaubnis schief anguckst, machen wir dich fertig. Dich, deine Kinder und Kindeskinder! Ihr wandert alle in den Knast! Hast du das kapiert, du mieses Stück Affenkotze?”

Der Erfolg war umwerfend. Hinz und Kunz lachten und vergnügten sich, ließen sich vor, neben und in der Zelle fotografieren und griffen sich amüsiert an den Kopf. 2006 wurde die Aktion leise beerdigt.

Heute — genauer: ab 2008 — soll wieder ein Knast durch Deutschland rollen. Der obskure Kommunistenfresser Hubertus Knabe, dessen Name sich niemand merken muß, ist erbost, weil die Deutschen immer noch nicht begriffen haben, daß Honecker ein zweiter Hitler war. Mindestens. Oder schlimmer.

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Unser Held Eppelmann

Geschrieben von messitschbyburns am 16. Dezember 2007 — Eppelmann, Politik, Unsere Besten


Der “Club der Maueröffner” wächst. Bisher stehen auf der Liste:

Günter Schabowski
David Hasselhoff
Wolf Biermann
City
Scorpions
Ronald Reagan

Michail Gorbatschow
Papst Johannes Paul II.

Als wäre das Gedränge in diesem Darkroom peinlicher Menschen nicht groß genug, kratzt reichlich verspätet ein kleines, korpulentes Etwas an der Tür.

Rainer Eppelmann, Pfarrer a.D., Abgeordneter a.D., Minister a.D., dachte 18 Jahre lang nach, wo er den Abend des 09.11.1989 verbrachte. Endlich fiel es ihm ein: Er spazierte zum Berliner Grenzübergang Bornholmer Straße und erhaschte dort seinen Zipfel des Mantels der Geschichte: Weiterlesen →